dient im Rahmen des Europäischen Währungssystems (EWS) als Instrument zur Früherkennung von Wechselkursspannungen. Er zeigt an, ob eine am Wechselkursverbund des EWS beteiligte Währung spezifischen Sondereinflüssen unterliegt und sich anders als die übrigen EWS-Währungen entwickelt. Ermittelt wird der Abweichungsindikator aufgrund der Abweichung des FCf-Tageswertes einer EWS-Währung von ihrem ECU-Leitkurs. Die Abweichungsschwelle ist prinzipiell bei 75% der maximal zulässigen Abweichung des ECU-Tageswertes vom ECU-Leitkurs angesiedelt. Wird die Abweichungsschwelle erreicht, so ist das jeweilige Land angehalten, korrigierende Maßnahmen zu ergreifen (Interventionen zur Kursstabilisierung, geldpolitische Maßnahmen oder Leitkursänderungen im Verbund mit den Regierungen und Zentralbanken der übrigen Mitgliedsländer).