Der Bandwagon-Effekt oder Mitläufer-Effekt beruht ebenso wie der Snob-Effekt und der Veblen-Effekt nach Leibenstein auf Nachfragewirkungen, die durch Verhaltensweisen gegenüber anderen Konsumenten ausgelöst werden. Der Bandwagon-Effekt erklärt eine Nachfragesteigerung nach einem Produkt durch die Nachfrage Dritter nach diesem Produkt. Die Erscheinung, daß ein Produkt stärker nachgefragt wird, weil es von anderen Käufergruppen ebenfalls verbraucht oder gebraucht wird, wird als Bandwagon-Effekt bezeichnet. So will beispielsweise ein Fleischermeister durch den Besitz der gleichen Automarke eine Statusgleichheit mit einem Facharzt erreichen. Die Konsumentenverhalten sich also bei ihren Nachfrageentscheidungen geltungsorientiert. Sie orientieren sich nach dem höheren Konsumniveau einer anderen Gruppe. Dadurch verliert die Preispolitik an Bedeutung, während die Präferenzpolitik an Bedeutung gewinnt. Durch Werbebotschaften, die an den Besitzerstolz und an das Statusdenken appellieren, kann eine Erhöhung der Nachfrage erreicht werden.