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Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

(Bank for International Settlements, BIS) Kreditinstitut, welches 1930 für die Abwicklung der deutschen Reparationszahlungen gegründet wurde. Das Kreditinstitut firmiert als Aktiengesellschaft mit Sitz in Basel. Aktionäre der BIZ sind nahezu sämtliche europäischen Notenbanken. Die ursprüngliche Aufgabenstellung entfiel bereits 1931 im Zusammenhang mit dem Hoover-Moratorium. Die Aufgabe der Bank ist heute auf die Förderung der Zusammenarbeit der Notenbanken, die Schaffung neuer Möglichkeiten für internationale Finanzgeschäfte und die Ausübung von Treuhänder- und Agentenfunktionen der ihr übertragenen Zahlungsgeschäfte ausgerichtet. Die Geschäfte der BIZ müssen mit der Politik der Mitglieds-Notenbanken vereinbar sein. Sie umfassen insbesondere Gold- und Devisengeschäfte für eigene Rechnung und für Rechnung der Notenbanken. Außerdem darf die BIZ Konten bei Zentralbank
en unterhalten und ihrerseits Einlagen von Zentralbanken entgegennehmen sowie Agenten- und Korrespondentenfunktionen für die Zentralbanken übernehmen. Soweit kein Einspruch durch die Zentralbanken vorliegt, darf die BIZ derartige Geschäfte auch mit Banken-, Handels- und Industrieunternehmen sowie Privatpersonen tätigen. Untersagt sind der BIZ folgende Geschäfte: Notenausgabe, Akzeptierung von Wechseln, Kreditgewährung an Regierungen.
Der Bank wurden im Zeitablauf zahlreiche Agentenfunktionen übertragen. Die weiteren Tätigkeitsfelder der Bank leiten sich in erster Linie aus ihrer Instrumentalfunktion ab, die sie zum Zweck der internationalen Kooperation der Notenbanken erfüllt.

Bank for International Settlements (BIS) 1930 von sieben Staaten gegründete Bank mit Sitz in Basel, die als «Bank der Zentralbanken» fungiert. Sie besitzt die Rechtsform einer Aktiengesellschaft, deren Aktien von den Zentralbanken der Mitgliedstaaten gehalten werden. Heute sind fast alle europäischen Staaten, die USA, Kanada, Japan, Australien und Südafrika Mitglied. Organe sind die Generalversammlung und der Verwaltungsrat. Dem geschäftsführenden Verwaltungsrat gehören als ständige Mitglieder die Präsidenten der Zentralbanken sowie fünf Vertreter aus der Privatwirtschaft der wichtigsten Mitgliedsländer an. Die übrigen Mitgliedsländer bestellen drei weitere Zentralbankpräsidenten. Ursprünglich hatte die BIZ den Auftrag, die Reparationszahlungen Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg abzuwickeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ihre Aufgaben im Rahmen der Organization for European Economic Cooperation (OEEC) auf die generelle Abwicklung innereuropäischer Zahlungs- und Kompensationsabkommen erweitert. So wurde die BIZ zum Treuhänder (Trustee) für die Abkommen über den innereuropäischen Zahlungs- und Verrechnungsverkehr (1949) und erfüllte die gleiche Funktion im Europäischen Währungsabkommen (EWA) und im Europäischen Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit (EFWZ). Sie ist zugleich zuständig für die banktechnische Abwicklung von Gemeinschaftsanleihen der Europäischen Union (EU) und aufgrund der Vereinbarungen der ECU-Banking Association (EBA) in Paris seit 1986 auch für private ECU-Transaktionen. Als Kooperationshilfe der Notenbanken treffen sich der BIZ-Verwaltungsrat und der Ausschuß der EU-Zentralbank-Präsidenten monatlich zu gegenseitigen Konsultationen. Darüber hinaus wirkt die BIZ bei der Koordinierung von Stützungsvereinbarungen, der Überwachung und Steuerung der Finanzmärkte, der Bankenaufsicht und bei der Verbesserung der Transparenz der Märkte mit. Sie wirkt als zentrale Meldestelle des internationalen Bankgeschäfts und publiziert Informationen zu den Bereichen:
Auslandsforderungen und Verbindlichkeiten der Banken;
Fälligkeiten und sektorale Verteilungen der internationalen Bankenausleihungen;
Halbjahresstatistiken und Statistiken zur bank- und handelsbezogenen Verschuldung von Ländern;
BIZ-Gebietsberichte als Verknüpfung von Informationen der BIZ- und der OECD-Statistik;
Meldungen zu Entwicklungen der zentralen Währungsreserven und der Devisenpositionen der Geschäftsbanken (erweitere Devisenbilanzen).
Die BIZ bildet zugleich das Kernstück der seit 1984 bestehenden Internationalen Bankenstatistik des Internationalen Währungsfonds (IWF).

 

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