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Betriebsabrechnungsbogen (BAB)

Im Betriebsabrechnungsbogen werden die Gemeinkosten und die innerbetrieblichen Leistungen erfasst und verrechnet (innerbetriebliche Verrechnung). Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) ist ein entsprechend dem organisatorischen Aufbau eines Unternehmens zu gestaltendes Formular für die Durchführung der Kostenstellenrechnung.

Das Ziel besteht darin, alle Kosten für extern bezogene Leistungen (z. B. Energie) und die hausintern erbrachten Leistungen auf die Kostenstellen zu verrechnen, die verantwortlich für die Erstellung der externen Produkte sind. Die Energiekosten werden z.B. auf Basis einer Bezugsgröße (z. B. nach Raumfläche) den einzelnen Kostenstellen weiterbelastet.

Der BAB ist die tabellarische Durchführung der Umrechnung der Kostenarten auf die Kostenstellen
, kurz: eine tabellarische Kostenstellenrechnung.

Er enthält zeilenweise die Kostenarten und spaltenweise die Kostenstellen.

Vorgehen:
Der BAB stellt eine Arbeitsanweisung für die Kostenstellenrechnung dar, die sich in sieben Schritte gliedern läßt:

(1) Erste Umlage:
Verteilung der primären Kosten (das sind die Kosten der von außen bezogenen Kostengüter) auf die Kostenstellen, die diese Kostengüter verbrauchen.

(2) Zweite Umlage:
Verteilung der Leistungen der allgemeinen Hilfskostenstellen auf die Fertigungshilfs- und Hauptkostenstellen, die diese Leistunge in Anspruch nehmen.

(3) Dritte Umlage:
Verteilung der Leistungen der Fertigungshilfskostenstellen auf die Fertigungshauptkostenstellen, die diese Leistungen verbrauchen.

(4) Ermittlung der Kosten sämtlicher Hauptkostenstellen.

(5) Errechnung von Kalkulationssätzen oder Kalkulationszuschlagssätzen.

(6) Feststellung von Kostenüber- und Kostenunterdeckungen, die sich bei Durchführung einer Normal- oder Plankostenrechnung ergeben können.

(7) Ermittlung von Kennzahlen zur Kostenkontrolle.

Die ersten vier Schritte gehören zum Kernbereich des BAB (vgl. Grafik), wobei die innerbetriebliche Leistungsverrechnung, die bei sich gegenseitig beliefernden Kostenstellen erforderlich wird, meist außerhalb des BAB durchgeführt wird.

Die Schritte (5), (6) und (7) erfolgen "unter dem Strich", nachdem man die Gesamtkosten der Hauptkostenstellen errechnet hat.

Problem:
(1) Die Verteilung der primären (= von außen bezogenen) Kosten ist problematisch, soweit es sich nicht um Kostenstelleneinzelkosten handelt, die den Stellen ohne Schlüssel direkt zurechenbar sind. Bei den Kostenstellengemeinkosten behilft man sich mit mehr oder weniger pauschalen Verteilungsschlüsseln (Gemeinkostenschlüsselung), in deren Natur eine gewisse Unzulänglichkeit liegt.

(2) Problematisch ist häufig auch die Zurechnung der sekundären Kosten, der selbsterstellten Kostengüter, deren Ergebnis die zweite und dritte Umlage zeigt. Es handelt sich dabei um die innerbetriebliche Leistungsverrechnung, die in der Praxis häufig noch nach ungenauen Methoden (z. B. Stufenleiterverfahren) durchgeführt wird. Die Verrechnung der Leistungen sich gegenseitig beliefernder Kostenstellen sollte nach Möglichkeit genau (z. B. nach dem Gleichungsverfahren) erfolgen.

(3) Neben der tabellarischen Darstellung der Kostenstellenrechnung, wie sie der BAB bietet, kennt man auch die kontenweise Kostenstellenrechnung. Das sind zwei Darstellungsformen, die sich nur durch die äußere Aufmachung unterscheiden, ohne daß ein sachlicher Gegensatz existiert. Bei vielen EDV-Abrechnungen lassen sich beide Darstellungsformen ausdrucken.

 

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