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Bilanzverlängerung

Durch einen Geschäftsvorfall nimmt sowohl ein (oder mehrere) Aktivposten als auch ein (oder mehrere) Passivposten zu (z.B. Wareneingang auf Ziel). Beide Bilanzseiten verlängern sich dadurch (Bilanzverkürzung).

Veranschaulicht man Finanzierungsvorgänge am Bilanzbild der Unternehmen, dann wird deutlich, daß alle Finanztransaktionen in der Form von Einzahlungen, die später zu Auszahlungen führen, bilanzverlängernde Wirkung haben. Bilanzverlängernd wirkt die Erhöhung des Zahlungsmittelbestandes durch Fremdkapitalaufnahme (Kreditaufnahme bei einer Bank, Emission einer Anleihe) wie durch Eigenkapitalaufnahme (Kapitalerhöhung gegen Einlagen). Eine B. ist allerdings nicht zu verzeichnen, wenn rein konsolidierende Maßnahmen betrachtet werden. So sind ein Schuldnerwechsel wie auch die EigenFremdkapitalSubstitution bilanzsummenneutrale Transaktionen. Bilanzverlängernd wirken auch Zahlungsmittelbestandserhöhungen durch Verminderung sonstiger Aktiva bei gleichzeitiger Erhöhung des Ei genkapitals. Insbesondere ist bei sol chen Vorgängen des Aktivtauschs an die Selbstfinanzierung zu denken, mit der man den Verkauf von Wertpa pieren, Vorräten, Waren oder Anla gegegenständen über dem Buchwert bezeichnet.

 

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