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Binnenhandelspolitik

Die Binnenhandelspolitik umfasst öffentliche und nicht-öffentliche Regelungen aller wirtschaftlichen Austauschbeziehungen zwischen Wirtschaftspartnern im Inland. »Somit werden durch die Binnenhandelspolitik alle Unternehmen, Verwender und Konsumenten betroffen, die Güter, vor allem Waren und Dienste, im Markt weitergeben oder aus dem Markt entnehmen. In einer weiten Abgrenzung gehört auch die Verbraudier-polilik zur Binnenhandelspolitik. Einen Schwerpunkt der Binnenhandelspolitik bildet aus institutioneller Sicht die Einflussnahme auf die Struktur der selbstständigen Handelsbetriebe oder auch der Beschaffungs- und Absatzbereiche der sonstigen Unternehmen« (Tietz, 1986, S. 4). Das Pendant zur Binnenhandelspolitik ist die Außenhandelspolitik (Außenhandel).

Die Binnenhandelspolitik liegt nach Dichtl (1979, S. 1) »... im Schnittfeld vieler Formen von Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik« und kann »insofern am ehesten als eine Form von Matrix-Politik verstanden werden.« In enger Abgrenzung der staatlichen Binnenhandelspolitik stellt Tietz (1986, S. 27) folgende Ziele
heraus:

- die Sicherstellung der Steuerungsprinzipien im Rahmen des realisierten Gesellschaftssystems

- die Förderung einer erwünschten Struktur von Betriebstypen und Betriebsgrößen sowie von unternehmerischen Entscheidungseinheiten

- die Begünstigung des distributionswirtschaftlichen Fortschritts mit der Sicherstellung einer besseren Allokation der Ressourcen

- die Integration der unternehmerischen Aktivitäten des Handels in ein übergeordnetes System von Zielsetzungen, z.B. in Strategien des Umweltbewusst-seins und der technisch bedingten Umweltänderung.

Auf den Handel wirken bspw. folgende staatliche binnenhandelspolitische Instrumente (vgl. Tietz, 1986, S. 28):

- Regelungen des Marktzutritts und des Ausscheidens aus dem Markt

- Regelungen der Koalitionen, Kooperationen, Konzernbildung der im Markt tätigen Unternehmen vor allem durch die Wettbewerbsgesetzgebung (GWB)

- Regelungen über den Schutz von Unternehmen

- Regelungen über die wünschenswerte Struktur von Unternehmen

- Regelungen über die wünschenswerte Zahl von Unternehmen

- Regelungen über die Qualifikation von Unternehmern und von deren Mitarbeitern

Brainstorming 63

- Regelungen über finanzielle und steuerliche Behandlung von Unternehmen

- Regelungen über die Transaktionen zwischen Unternehmen.

 

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