Prozess der Anpassung von Standardsoftware an die individuellen Anforderungen eines Kunden. Voraussetzung für Customizing ist Modularität, d.h., die Software besteht aus einzelnen Programmbausteinen (Modulen), welche die jeweiligen Funktionen der Anwendung darstellen. In jedem Programmbaustein existieren meist zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten (Parameter), über welche die Art der Funktionsausführung beeinflusst werden kann. Customizing versucht nun, die Programmbausteine der Standardsoftware so auszuwählen und deren Parameter so zu setzen, dass sich eine (gemessen an den Kundenanforderungen) optimale Software-Variante ergibt. Anwendungsbeispiel: Das R/3-System von SAP ist ein typischer Vertreter betriebswirtschaftlicher Standardsoftware, die erst nach einem mehr oder weniger umfangreichen Customizing beim Kunden einsetzbar ist. Das Customizing wird i.d.R. von hoch qualifizierten Spezialisten des Herstellers oder Beratungsunternehmen durchgeführt und kann sich (abhängig von den Anforderungen des Kunden) über mehrere Monate erstrecken.