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Datenbanksystem

Ein Datenbanksystem ist ein Softwaresystem, das die Verwaltung der Daten in einer Datenbank übernimmt. Ein Datenbanksystem kann durch drei Komponenten beschrieben werden: Datenbankmanagementsystem (DBMS), logische Struktur der Daten und physische Struktur der Daten. Zusätzlich zu den Systemkomponenten ist in diese Abbildung (S. 233) die relevante Umwelt des DBsystems eingetragen. Sie besteht aus den Benutzern, den externen Speichermedien und dem Betriebssystem. Die Anforderungen der Benutzer können in den Funktionen Slichen, Ändern, Einfügen und Löschen von Daten zusammengefaßt werden. Die Benutzer können in zwei Formen Kontakt mit der Datenbank aufnehmen. Einmal können sie mit Hilfe von Anwendungsprogrammen auf die in der Datenbank enthaltenen Daten zugreifen. In diesem Fall ist es erforderlich, eine Verbindung zwischen der verwendeten Programmiersprache und dem DBMS herzustellen. Dies geschieht dadurch, daß in die Programmiersprache Datenbankbefehle eingebracht werden, die vom DBMS verstanden werden. Die Programmiersprache dient als Gastgeber für die Datenbankbefehle. Sie wird daher auch »hostlanguage« genannt. Der Vorteil
solcher Systeme liegt darin, daß sie effizient programmiert werden können und in der Lage sind, komplexe logische Strukturen zu bearbeiten. Zum anderen können Benutzer ohne Programmierkenntnisse Anfragen direkt an das DBMS stellen. Sie benutzen dabei eine’ eigene Datenbanksprache. Die Zusammenfassung aller Datenbankbefehle wird Datenbankmanipulationssprache (Data Manipulation Language = DML) genannt. Neben der DML ist im DBMS noch die Datenbeschreibungssprache (Data Description Language = DDL) enthalten. Mit ihrer Hilfe werden das Schema und die Subschemas beschrieben. Da von vielen Herstellern der Anspruch erhoben wird, ihr Datenverwaltungssystem sei ein Datenbanksystem, soll zur Abgrenzung der Begriff etwa s näher erläutert werden. Ein Datenbanksystem muß den folgenden Kriterien genügen:
a) Es gibt ein DatenbankManagementSystem mit folgenden Aufgaben: Verwalten der Datenbankstruktur Verwalten der Datenbeschreibungen Verwalten der Daten und physisches Ablegen einschließlich Aufbau der logischen Beziehungen Koordination der Zugriffe auf die Datensicherungsfunktionen (AFTERIMAGE, BEFOREIMAGE, LOGGING) Datenschutz (PasswordVerwaltung usw. auf physischen und logischen Ebenen)
b) Es existiert ein Schema, das die Datenbeschreibungen und die Beziehungen (Struktur) zwischen ihnen enthält. Außerdem sind mehrere anwendungsspezifische Ausschnitte dieser Datenbeschreibung (Subschemata) abgelegt. Diese werden vom Datenbankmanagement verwaltet und den entsprechenden Anwendungen zur Verfügung gestellt.
c) Mit den elementaren Datenbankbefehlen wird unmittelbar eine Ausführung auf der physischen Ebene ohne Einbeziehung von Dateiverwaltungsfunktionen (Bereichs/SeitenKonzept, Zusammenfassung von Sätzen gleichen Typs nicht zwingend) durchgeführt. Die Vorteile des Einsatzes eines Datenbanksystems sind: weitgehende Red und anzfreiheit bessere Datenschutzmöglichkeiten als bei Dateiverwaltung Programmunabhängigkeit parallele Verarbeitungsmöglichkeiten, Vielfachzugriff gute Restartmöglichkeiten einheitliche Benennung der Datenelemente Ein Nachteil ist die geringere Performance im Vergleich zur konventionellen Dateiverwaltung. Der Einsatz von Datenbanksystemen verbreitet sich immer stärker. Die meisten der angebotenen Systeme (vgl. ISISSoftwareReport) basieren auf dem Netzwerkdatenmodell, das von der CODASYLGruppe (Data Base Task Group) vorgeschlagen wurde. Ein neues Datenmodell, das Relationenmodell, ist zur Zeit in der Theorie noch weiter verbreitet als in der Praxis, obwohl es auch hierzu schon Datenbanksysteme auf dem Markt gibt. Die folgende Tabelle zeigt eine Aufstellung der wichtigsten Datenbanksysteme (Quelle: ISISSoftwareReport, Systemprogramme,
2. 4/1982)

 

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