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Datenmodell
Jedem Datenbanksystem liegt ein ganz bestimmtes Datenmodell zugrund e, das die Beziehungen zwischen Entities beschreibt. Entities sind dabei Dinge der realen Welt, z. B. Artikel, Aufträge, Rechnungen. Die Zusammenfassung aller gleichartigen Entities heißt EntityTyp. Man unterscheidet zwischen hierarchischem Datenmodell, Netzwerkmodell und Relationenmodell. Das hierarchische Datenmodell, Entwicklungsgrundlage der ersten Datenbanksysteme, läßt nur die Darstellung von l:nBeziehungen zu, d. h. zu einem Entity eines Typs können mehrere Entities eines anderen Typs gehören, z. B. kann ein Auftrag mehrere Artikel beinhalten. Eine DatenSchreibung, die auf der Grundlage des hierarchischen Datenmodells erstellt ist, muß folgende Bedingungen erfüllen: ja) Es gibt genau einen EntityTyp,der sich auf der obersten Hier archiestufe befindet.
b) Jeder EntityTyp, der sich nicht auf der obersten Hierarchiestufe befindet, hat genau einen Vorgänger. In netzwerkorientierten Datenmodellen sind alle möglichen Beziehungen zwischen den EntityKlassen zugelassen. Der Artige Modelle werden von der CODASYLGruppe vorgeschlagen (Conference on Data Systems £anguages). Es wird insbesondere Bedingung (b) für das hierarchische Datenmodell aufgehoben. Eine EntityKlasse kann sowohl mehrere Vorgänger als auch mehrere Nachfolger haben. Es ist damit nicht mehr erforderlich, daß sich auf der obersten Hierarchiestufe nur ein EntityTyp befinden darf. Viele verbreitete Datenbanksysteme beruhen auf dem Netzwerkmodell. Das Relationenmodell basiert auf einer mengentheoretischen Betrachtung. Ein Entity wird durch eine Attributkombination beschrieben. Der EntityTyp stellt eine Relation dar. Somit entstehen Tabellen, deren Zeilen die Entities mit ihren Attributkombinationen beinhalten. Alle Eintragungen in der gleichen Spalte sind Ausprägungen des gleichen Attributtyps. Bei Realisierung des Relationenmodells in einem Datenbanksystem braucht der Benutzer zum Datenzugriff keine Information über unter oder übergeordnete Entities. Neuere Datenbanksysteme basieren häufig auf dem Relationenmodell.
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