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Datenträger

Datenträger im weiteren Sinne ist je des Medium, das zur Aufzeichnung und Aufbewahrung (Speicherung) von Daten dient. In diesem Sinne ist z. B. auch ein Notizblatt oder ein manuell beschriebener Quittungsbe leg ein Datenträger. Für den Bereich der EDV wird häufig eine engere Begriffsabgrenzung gewählt, die von der Bedingung der maschinellen Les barkeit ausgeht. So gelten nach DIN 44 300 als Datenträger »alle Medien, auf denen Daten zum Zweck der Ver arbeitung in einer durch maschinelle Hilfsmittel lesbaren und ausdeutba ren Form niedergelegt werden kön nen«. Diese Definition stellt auf die Eingabefähigkeit des Aufzeichnungs mediums in Datenverarbeitungs anlagen ab, d. h. Medien, die der rechnerinternen Daten aufnahme (z. B. Arbeitsspeicher) oder nur der Aufnahme von Ausgabedaten des Rechners dienen (z. B. nicht maschi nell lesbare Schnelldruckerausgabe) gehören nicht zu diesen Datenträ gern. Verbreitete Datenträger in die sem Sinne (d. h. maschinenlesbare Eingabemedien) sind: Lochkarte, Lochstreifen, Klarschriftbeleg, Zei chenmarkierungsbeleg, Magnet schriftbeleg, Magnetband (als Spule oder Kassette), Magnetplatte (als Sta pel oder einzelne Diskette) und Magnedkarte. Sie lassen sich in sortierfä hige (Lochkarte, Lochstreifen sowie Klarschrift, Zeichenmarkierungs und Magnetschriftbeleg) und nicht sortierfähige Datenträger (Magnet band, Magnetplatte und Magnetkarte) einteilen. Unterscheidungskriterium ist dabei die Sortierfähigkeit des Datenträgers, nicht die der auf ihnen gespeicherten Daten
. Datenträger erfüllen als Eingabemedium eine Überbrückungsfunktion zwischen dem Rechner und seiner Umwelt. Erfolgt diese Überbrückung zwischen zwei Einrichtungen der maschinellen Datenverarbeitung (z. B. Aufnahme der Ausgabedaten eines Gerätes der Datenerfassung oder eines Rechners zur zwischenspeicherung und späteren Eingabe in einen anderen oder den gleichen Rechner), so spricht man von einem Daten zwischenträger. Erfolgt die Überbrükkung unter Beibehaltung der unterschiedlichen Darstellungsweisen der zu überbrückenden Verarbeitungsbereiche auf einem Datenträger, so nennt man diesen einen Verbund datenträger. Das bekannteste Beispiel ist die Verbund lochkarte, die neben den maschinell lesbaren Lochungen Aufzeichnungen in Form von gedrucktem oder handschriftlichem Klartext enthält. Die Verbund lochkarte kann daher auch als Karteikarte für manuelle Verarbeitungsgänge eingesetzt werden.

 

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