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Dienstleistung
Immaterielle Güter, bei denen i. d. R Produktion und Verbrauch zeitlich zusammenfallen, sodass sie weder transportier- noch lagerbar sind. Die Dienstleistungen lassen sich nach funktionalen Schwerpunkten gliedern in gesellschaftsbezogene, wirtschaftsbezogene, distributive und haushaltsbezogene Dienstleistungen. Unter gesellschaftsbezogenen Dienstleistungen sind alle direkten oder indirekten Leistungen für Personen bzw. Familien zu verstehen, die dem individuellen bzw. kollektiven sozialen und kulturellen Bedarf entsprechen (u. a. Heime, Schulen, Kliniken, Verwaltung).
Wirtschaftsbezogene Dienstleistungen sind Dienste, die von privatwirtschaftlichen Firmen oder staatlichen Institutionen als Vorleistungen, d. h. zur intermediären Verwendung für andere Wirtschaftsbetriebe, produziert und angeboten werden (u. a. Finanzierungsinstitute, Unternehmensberatungen, Versicherungsgewerbe).
Dienstleistungen, die zur Deckung der Mobilitäts-, Kommunikations- und Transportbedürfnisse der privaten Haushalte und der Wirtschaftsunternehmungen von privatwirtschaftlichen oder öffentlich en Anbietern erstellt werden, werden distributive Dienstleistungen genannt (u. a. Einzelhandel, Großhandel, Speditionen, Warenhäuser). Unter haushaltsbezogenen Dienstleistungen werden konsumentenbezogene Dienstleistungen verstanden, die von privaten Anbietern für private Haushalte zum Endverbrauch erstellt werden.
Die Beschäftigungsentwicklung verlief uneinheitlich. Vom gesamten Beschäftigungszuwachs von 3,2 Mio. entfallen allein 2,5 Mio. auf den Bereich der wirtschafts- und gesellschaftsbezogenen Dienstleistungen. Die distributiven Dienstleistungen verlieren im Vergleich dazu an Gewicht, bleiben jedoch immer noch wichtigster Bestandteil hinter den wirtschaftsbezogenen Dienstleistungen. Mit annähernd 190 000 neuen Arbeitsplätzen leistet der Bereich der haushaltsbezogenen Dienstleistungen den geringsten Beitrag zur Beschäftigungsentwicklung. Im Gegensatz dazu sind die wirtschaftsbezogenen Dienstleistungen mit rund 1,2 Mio. neu geschaffenen Arbeitsplätzen mit Abstand am schnellsten gewachsen.
Produkt, dessen bestimmte Merkmale im wesentlichen immaterieller Natur sind oder aus der Bereitstellung einer Dienstleistung im Zusammenhang mit einem bestimmten Produkt bestehen, (z.B. Kundendienst, Wartung, Reparatur).
In der Gesundheitswirtschaft:
Nicht-materielle Leistungen, die nach der betriebswirtschaftlichen Definition nicht-tangibel (nicht greifbar) und nicht lagerbar sind und deshalb meist sofort verbraucht werden. Nach der Begrifflichkeit stellt eine Dienstleistung einen Dienst, dar, den jemand für eine andere Person erbringt.
Dienstleistungen in diesem Sinne werden in den Wirtschaftswissenschaften als gebundene Dienstleistungen bezeichnet, weil sie an die Person gebunden sind, die diese erbringt, sowie an Ort und Zeit, an dem bzw. zu dem sie erbracht wird.
Davon unterscheidet man die ungebundenen Dienstleistungen, bei denen eine Entkoppelung von Ort und Zeitpunkt von Produktion und Verbrauch möglich ist. Hierunter versteht man zum Beispiel Finanzdienstleistungen oder auch technische Dienstleistungen wie zum Beispiel Datenverarbeitung oder Wartung und Instandhaltung von (medizin-) technischen Anlagen und Geräten.
In der Volkswirtschaft wird der tertiäre Sektor als Dienstleistungssektor bezeichnet.
Auf dem Gesundheitsmarkt werden überwiegend Dienstleistungen erbracht. So stellt die medizinische und pflegerische Versorgung von Patienten eine Dienstleistung dar, bei der allerdings auch materielle Güter wie medizintechnische Geräte, Verbandmittel oder Arzneimittel genutzt werden, um die Dienstleistung zu erbringen.
Im engeren Sinne wird insbesondere auf dem Krankenhausmarkt noch in einer anderen Bedeutung von Dienstleistungen gesprochen. Gemeint sind hier spezielle Dienstleistungen aus den Bereichen Hauswirtschaft und Reinigung bis hin zum vollständigen Facility Management, Catering und Gastronomie sowie zunehmend auch Pflege und Stationsservices für Krankenhäuser und Pflegeheime. Solche Dienstleistungen können sowohl von speziellen Mitarbeitern in den Kliniken selbst erbracht werden als auch von externen Unternehmen. Im Zuge des wachsenden wirtschaftlichen Drucks auf den Gesundheitsmarkt haben Krankenhäuser zunehmend im Zuge von Outsourcing externe Firmen mit der Erbringung von solchen Dienstleistungen betraut, die als nicht zum Kerngeschäft der Krankenhäuser gehörend galten.
Unternehmen, die solche Dienstleistungen als externe Anbieter erbringen, werden meist Dienstleister genannt.
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