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Discounted Cash Flow Verfahren

Zur Ermittlung des Unternehmenswerts stellt das Discounted Cash Flow Verfahren eine Möglichkeit dar, um den zukünftigen Erfolg der Unternehmung zu berücksichtigen. Dabei ergibt sich der Cash Flow als undifferenzierter Zahlungsüberschuss aus den Einzahlungen, aus dem Verkauf von Investitionsgütern und aus dem Betrieb von Investitionsgütern abzüglich Auszahlungen für den Kauf und den Betrieb von Investitionsgütern. Die Berechnung des Unternehmenswertes stützt sich dabei auf die Bestimmung der für die nächsten Geschäftsjahre geschätzten Free Cash Flows. Diese Cash Flows erfolgen über längere Zeiträume, weshalb der zeitliche Unterschied beim Anfall der Zahlungen durch Diskontierung berücksichtigt werden muss. Z. B. sind 121 € am Ende des 2. Jahres zum Beginn des 1. Jahres (Zeitpunkt t = 0) nur 100 € wert, wenn der Zinssatz 10 % beträgt. Dies lässt sich auch schreiben als 121:(1+0,1)2 = 100. Der Cash Flow in Höhe von 121 € wurde auf den Zeitpunkt null diskontiert
(abgezinst). Alle sich über n Zeiträume erstreckenden Zahlungsdifferenzen lassen sich auf den Beginn der 1. Periode beziehen. Die diskontierten Beträge werden nunmehr addiert. Es ergibt sich der Barwert aller Ein und Auszahlungen, d. h. die Summe aller diskontierten Cash Flows:

Hierin sind i der Zinssatz in Dezimalbruchform und 1: (1 + i)t der Diskontierungsfaktor. Im Rahmen der Discounted Cash Flow Methode erfolgt die Ermittlung des Kalkulationszinsfußes in Anlehnung an das Capital Asset Pricing Model (CAPM). Der Diskontierung liegt der durchschnittliche Kapitalkostensatz einer Unternehmung zugrunde, der individuell ermittelt und als Weighted Average Cost of Capital (WACC) bezeichnet wird:

Während des Betrachtungszeitraums bleiben die Bestimmungsgrößen konstant. Die 4 Fremdkapitalkosten ergeben sich aus dem Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital (FK/GK) multipliziert mit dem Fremdkapital Kostensatz irx Dieser Kostensatz lässt sich aus den Kreditkonditionen für die vom Unternehmen abgeschlossenen Verträge zur Fremdkapital Finanzierung ableiten. Der Eigenkapitalkostensatz hingegen berücksichtigt das unternehmensindividuelle Risiko und ermittelt die auf den risikolosen Zinssatz aufzuschlagende Risikoprämie in Abhängigkeit vom individuellen p Faktor (siehe unter CAPM). Da die meisten Unternehmen jedoch weder börsennotiert und auch keine Aktiengesellschaften sind, ist die Ermittlung nur durch die Verwendung von Branchen Betas und in Anlehnung an Unternehmen mit vergleichbarer Struktur möglich. Die Brutto Methode (Entity Methode) hat die Berechnung des Unternehmensgesamtwertes zum Ziel. Dabei erfolgt eine Diskontierung aller Free Cash Flows mit dem ermittelten Gesamtkapital Kostensatz.

 

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