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Divisionskalkulation
Divisionskalkulation ist eine Kalkulationsmethode, bei der die Gesamtkosten einer Periode durch die Zahl der Leistungseinheiten der betreffenden Periode dividiert werden (Kalkulation). Als Ergebnis erhält man die Selbstkosten k pro Leistungseinheit:
Einstufige Divisionskalkulation:
K = Gesamtkosten / Leistungseinheiten
= K / x = Selbstkosten der Leistungseinheit (DM/LE)
Problem:
Diese Gleichung ist nur dann praktisch anwendbar, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
(1) Es muß sich um einen Einprodukt-Betrieb (bzw. -Teilbetrieb) handeln.
(2) Es dürfen keine Lagerbestandsveränderungen an Fertigfabrikaten entstehen.
(3) Es dürfen keine Lagerbestandsveränderungen an Halbfabrikaten entstehen.
Hebt man Voraussetzung (2) auf, so gelangt man zur zweistufigen Divisionskalkulation, bei der die Herstellkosten und die Verwaltungs- und Vertriebskosten separat ermittelt werden.
Die Herstellkosten HK teilt man durch die produzierten Leistungseinheiten xp, die Verwaltungs- und Vertriebskosten VwK + VtK durch die abgesetzten Leistungseinheit en xa:
Selbstkosten der Leistungseinheit sind die gesamten Stückkosten.
Die Herstellkosten pro Stück sind kleiner als die Selbstkosten, denn sie enthalten keine Verwaltungs- und Vertriebskosten.
Hebt man Voraussetzung (2) und (3) auf und läßt neben Lagerbestandsveränderungen bei Fertigfabrikaten auch solche bei Halbfabrikaten zu, dann gelangt man zur mehrstufigen Divisionskalkulation. (Stufenkalkulation).
Für den Fall, daß die Fertigung in drei Stufen erfolgt, ergibt sich als Bestimmungsgleichung für die Selbstkosten je Leistungseinheit der Ausdruck:
Die Verwaltungs- und Vertriebskosten betragen 10 500 DM. Von den 4 000 m3 fertiggestellten Kalksandsteinen werden 3 000 m3 abgesetzt.
Hinweis:
Die Divisionskalkulation ist das geeignete Kalkulationsverfahren, wenn gleichartige Massenprodukte erzeugt werden. In modifizierter Form findet man die Divisionskalkulation auch bei der Sortenproduktion als Äquivalenzziffernkalkulation und bei der Chargenproduktion als Chargenkalkulation.
1. einfache, einstufige Divisionskalkulation: Die Ermittlung der Kosten des –a Kostenträgers (Produkt) durch Division aller Kosten (ohne außerordentliche und betriebsfremde) durch die Anzahl. der Kostenträger. Kriterien für die Anwendung der Divisionskalkulation (einfache) sind: Einproduktfertigung (bes. Massengüter), Gleichmäßigkeit der Produktion, gleichmäßiger Bestand an f Halb-und Fertigfabrikaten. Anwendung der Divisionskalkulation in betrieblichen Teilbereichen, wo diese Kriterien erfüllt sind.
2. mehrstufige Divisionskalkulation (Stufenkalkulation): Errechnung der Kostenträgerkosten für homogene Bereiche der Leistungserstellung (Fertigungsstufen).
Die Divisionskalkulation ist ein Kalkulationsverfahren der Kostenträgerstückrechnung ( Selbstkostenrechnung), das bei der Massen- oder Sortenfertigung anwendbar ist. Es lassen sich folgende Formen der Divisionskalkulation nennen:
1. einstufige Divisionskalkulation:
Sie ist anwendbar in Betrieben, die ein einheitliches Produkt (Massenprodukt) ohne Lagerbestände herstellen. Die Kosten pro Stück ergeben sich aus der Summe der Gesamtkosten K, dividiert durch die Anzahl der erzeugten Menge x:
K = K.
Dieses Kalkulationsverfahren wird auch als summarische Divisionskalkulation bezeichnet. Bei der differenzierenden Divisionskalkulation werden die Stückkosten nach Kostengruppen, wie Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten ermittelt und anschließend addiert, so daß sich die gesamten Stückkosten ergeben. Der Vorteil dieses Verfahrens gegenüber dem summarischen Verfahren liegt in der genaueren Kenntnis über die Zusammensetzung der Kosten pro Stück.
2. zweistufige Divisionskalkulation: Sie wird in Betrieben angewandt, die ein einheitliches Produkt unter Berücksichtigung von Lagerbestandsveränderungen an Fertigfabrikaten herstellen.
3. mehrstufige Divisionskalkulation: Sie stellt eine Erweiterung der zweistufigen Divisionskalkulation dar, indem auch Lagerbestandsveränderungen an Halbfabrikaten bei der Produktion eines einheitlichen Gutes entstehen und die Produktion sich auf mehreren Stufen vollzieht.
4. Divisionskalkulation mit Äquivalenzziffern:
Sie wird angewandt, wenn artverwandte Produkte, d.h. Sorten (z.B. Bausteine in verschiedenen Mauerstärken), auf denselben Maschinen und/oder aus denselben Werkstoffen hergestellt werden. Mit Hilfe der Äquivalenzziffern werden die einzelnen Produkte gleichwertig gemacht. Als Grundlagen für die Berechnung der Äquivalenzziffern können z.B. die Kostenverursachung, die Maschinenbeanspruchung, der Materialverbrauch oder die Absatzpreise dienen. Nach der Multiplikation der erzeugten Mengen mit den entsprechenden Äquivalenzziffern der einzelnen Sorten kann die Divisionskalkulation durchgeführt werden.
Die D. dient zur Ermittlung der Stückkosten absatzbestimmter Produkte. Ohne Trennung der Kosten in Einzel und Gemeinkosten werden die für eine Produktart angefallenen Kosten mit Hilfe geeigneter Bezugsgrößen (Zuschlagsbasen oder Divisoren) zugerechnet. Als Bezugsgrößen werden vielfach die Stückzahlen, Gewichte und Volumina der erstellten Produktarten gewählt. Die Division der für eine Produktart angefallenen Kosten durch die Zahl der erstellten Mengeneinheiten gibt dann die Stückkosten dieser Produktart an. Von der Zahl der Produktionsstufen (Kostenstellen) eines Fertigungsprozesses und von der Zahl der verschiedenen erstellten Produktarten eines Unternehmens hängt es ab, welches Verfahren der D. angewendet wird. Im wesentlichen unterscheidet man Verfahren der reinen D., der D. mit Äquivalenzziffern und / oder D. bei Kuppelproduktion. Bei den Verfahren der reinen D. wählt man als Bezugsgröße in der Regel die Stückzahl der erstellten absatzbestimmten Produktarten. Ihre Anwendung empfiehlt sich bei Massenfertigung, sofern nur eine homogene Produktart oder mindestens zwei homogene Produktarten bei unabhängiger Fertigung hergestellt werden. Im Falle der Sortenfertigung ist die Anwendung der D. mit Äquivalenzziffern (Äquivalenzziffernkalkulation) zu empfehlen, während für die Kuppelproduktion spezifische Kalkulationsverfahren entwickelt worden sind (Kuppelproduktion, Kalkulationsverfahren der). Jede D. kann als einstufige oder mehrstufige D. durchgeführt werden. Im Gegensatz zur einstufigen D. ist eine mehrstufige D. dann erforderlich, wenn der Produktionsprozeß mehrere sukzessiv hintereinandergeschaltete Stufen, in denen jeweils eine Produktart gefertigt wird, durchläuft und / oder die Bestände an unfertigen sowie fertigen Erzeugnissen schwanken. Für jede Produktionsstufe werden die Kosten wie bei einer einstufigen D. anhand der beschriebenen Verfahren kalkuliert und somit sukzessive die Herstellkosten oder Selbstkosten als Kalkulationsergebnis der letzten Produktionsstufe ermittelt. Nur Kosten, die von den Bezugsgrößen als mögüche Kosteneinflußgrö ßen abhängen, sollten Grundsätzlichmit einer D. verrechnet werden. Vielfach ist es jedoch üblich, alle Herstellkosten oder alle Selbstkosten (einschließlich der Fixkosten) mit Hilfe der D. zu kalkulieren. In solchen Fällen kann keine dem Verursachungsprinzip genügende KostenVerrechnung vorliegen. Mit der Ausdehnung des Anwendungsbereichesder D. auf die Verteilung der Fixkosten von Produktarten wird die Aussagefähigkeit dieses Verfahrens über strapaziert. Die Ergebnisse solcher Kostenverrechnung müssen insbesondere dann als sehr fragwürdig eingestuft werden, wenn die Anwendung der D. unreflektiert erfolgt und aus der praktischen Durchführbarkeit dieser Rechnung geschlossen wird, daß seine Anwendungsvoraussetzungen stets erfüllt sind.
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