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Dynamische Verfahren der Investitionsrechnung

Neben der Bellmanschen Lösungsmethode existieren noch weitere Methoden, z. B. das Pontrjaginsche Maximumprinzip und die Methode nachGessner.

Zu den klassischen dynamischen (finanzmathematischen) Investitionsrechenverfahren zählen die Kapitalwertmethode, die Interne-Zinssatz-Methode (Interner Zinsfuß) und die » Annuitätenmethode. Sie dienen der Beurteilung einzelner Investitionsprojekte bei Annahme sicherer Erwartungen. Neuere dynamische Verfahren zur Beurteilung von Einzelprojekten sind die Vermögensendwertmethode und die Sollzinssatzmethode. Gemeinsam ist den dynamischen Verfahren, daß es sich im Gegensatz zu den einperiodischen statischen Methoden um mehrperiodische Kalküle handelt. Sie können dadurch zeitliche Unterschiede im Anfall der Investitionszahlungen wertmäßig berücksichtigen. Die Bewertung erfolgt durch Abzinsung aller Zahlungen mit Hilfe der Zinseszinsrechnung (Zinsrechnung) auf den Kalkulationszeitpunkt (Barwertmethoden, z
. B. klassische dynamische Verfahren) oder Aufzinsung sämtlicher Zahlungen auf das Ende des Planungszeitraumes (Endwertmethoden). Eine Zahlung wird dabei um so höher bewertet, je früher sie entsteht. Die klassischen dynamischen Verfahren beruhen auf der Prämisse eines vollkommenen Kapitalmarktes, d. h. es wird unterstellt, daß zu einem einheitlichen Kapitalmarktzins unbeschränkt Mittel aufgenommen und angelegt (Finanzinvestition) werden können. Damit ist gewährleistet, daß beim Alternativenvergleich Kapital und Zeitdifferenzen durch die Annahme von Ergänzungsinvestitionen zum Kalkulationszinsfuß ausgeglichen werden. Bei den Endwertmethoden (Vermögenswertmethode, Sollzinssatzmethode) kann ein gespaltener Kalkulationszinssatz in Form von abweichenden Soll und Habenzinsen berücksichtigt werden. Probleme bei der praktischen Anwendung dynamischer Investitionsrechenverfahren stellen sich bei derperiodengenauen Zurechnung vonEin und Auszahlungen zu einzelnenInvestitionsprojekten sowie bei derFestlegung des »richtigen« Kalkulationszinssatzes unter den Bedingungen eines unvollkommenen Kapitalmarktes.

 

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