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Eigenherstellung-Fremdbezug

Kurzbezeichnung zur Umschreibung des folgenden Planungsproblems: Bei der Planung des Fertigungsprogramms ist zu unterscheiden, ob Vorprodukte oder Zubehörteile des Fertigungsprogramms fremdbezogen oder im Betrieb hergestellt werden sollen. Ist z.B. Eigenherstellung auf vorhandenen Betriebsmitteln möglich, ohne daß dabei Kapazitätsengpässe auftreten (Engpaßkostenstelle), so ist ein Fremdbezug nur dann wirtschaftlich, wenn die Grenzkosten der Eigenherstellung höher liegen als die Einstandspreise (abzüglich Rabatten und sonstigen Erlösschmälerungen). Tritt dagegen ein Kapazitätsengpaß bei der Eigenherstellung auf, so muß der Lieferantenpreis mit der Summe aus den Grenzherstellkosten pro Engpaßeinheit verglichen werden. Treten in einem Betrieb mehrere Engpässe auf, so kann das gegebene Problem nur mit Hilfe von Verfahren der linearen Programmierung zur Bestimmung des gewinnmaximalen Fertigungsprogramms (vgl. Fertigungsprogrammplanung) gelöst werden. Ein Vergleich der Einstandspreise der fremdbezogenen Teile mit den Vollkosten bei Eigenherstellung führt zu falschen Entscheidungen, da damit gegen den Grundsatz der relevanten Kosten verstoßen wird.

 

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