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Entscheidungsprozeß, Phasen des
1. Das logischprozessuale Grund modell der Entscheidungstheorie Das Makromodell In der Literatur gibt es für Aufgliede rungen des Entscheidungsprozesses eine Fülle von Systematisierungsvorschlägen. Diese unterscheiden sich zwar in ihrer Breite und Tiefe sowie in der Bezeichnung des gesamten Prozesses (z. B. Problemlösungsprozeß oder Planungsprozeß) wie auch der einzelnen Phase, lassen aber trotzdem ein gewisses Grund modell erkennen. Das Grund modell (Makromodell) besteht darin, daß einer Entscheidung die Entscheidungsvorbereitung vorausgeht, während sich der Entscheidung die Entscheidungsausführung und Kontrolle anschließen. (Die reine Ausführung mag schon jenseits eines Entscheidungsprozesses betrachtet werden. Sie soll allerdings hier trotzdem mit einbezogen werden, da sie auf zahlreiche Probleme aufmerksam zu machen gestattet.) Das Grund modell selbst stellt ein abstraktes Muster von Entscheidungsprozessen dar und bringt damit die Möglichkeiten zum Ausdruck, wie ein konkreter Entscheidungsprozeß ablaufen kann, nicht aber, wie er ablaufen muß. Mit Hilfe dieses Grund modells läßt sich jeder Entscheidungsfall prozessual strukturieren. Das Grund modell ist folglich ein logisch gültiges (immer zutreffendes) Schema des Entscheidungsprozesses. Im Gegensatz dazu kann es in realen Entscheidungsprozess en durchaus der Fall sein, daß etwa einzelne Phasen ganz fehlen oder die Phasen in einer anderen Reihenfolge ablaufen. Sind dagegen alle vier Phasen vorhanden, so ist damit nicht gesagt, daß sie gleichbedeutend sind und deshalb etwa gleichviel Zeit beansprlichen müssen. Neben der bereits erwähnten Möglichkeit, einzelne Phasen zu überspringen, sind auch Rückkopplungen möglich. Die Pfeile insgesamt informieren also über mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Phasen. Eine zeitlich zwingende Reihenfolge ist im Grund modell demnach nicht enthalten,
b) Das Mikromodell Nachdem ein Verständnis für das Makromodell entwickelt wurde, ist eine tiefergehende Aufgliederung durchzuführen. Die Verfeinerung orientiert sich dabei an zwei Gesichtspunkten. Einmal sind die mit dem Begriff der Entscheidungsprämissen angesprochenen Sachverhalte (aufbauorientierte Sicht der Entscheidung) in das Phasenschema zu integrieren. Daneben ist das Phasenschema so aufzugliedern, daß mögliche Probleme im Entscheidungsprozeß (ablauforientierte Sicht der Entscheidung) erkennbar werden.
3. Entscheidungsausführung Entscheidungsregeln Anlehnung an Irle (1971, S. 48) entwickelt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in das Grund modell keine Rückkopplungsbeziehungen eingetragen, wenngleich sie natürlich auch hier gelten.
2. Die entscheidungstheoretische Interpretation des Grund modellsDas Grund modell wurde bislang ineiner neutralen Sprache beschrieben. Daneben kann es im Sinne der normativistischen und empirisch-realistischen Entscheidungstheorie interpretiert werden. Die normativistischeTheorie versteht das Phasenschema so, daß es den Entscheidungsträger informiert, wie er sich verhalten soll. Nach der empirischrealistischenTheorie beschreibt das Phasenschemadagegen reale Abläufe von Entscheidungsprozessen. Weitere Unterschiede zeigen sich in einer verschiedenartigen Interpretation der einzelnen Phasen.
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