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Entscheidungsregeln
Entscheidungsregeln sind Regeln, nach denen der Entscheidungsträger seine Entscheidungen treffen kann. Nach dem Grad der Information über die Umweltsituationen unterscheidet man: (-* Entscheidungssituationen)
1. Entscheldungsregeln unter Sicherheit: Als Maximierungsproblem lautet die Entscheidungsfunktion (Zielfunktion): Produziere die Menge, die den maximalen Gewinn erbringt, wenn der Gewinn als Differenz von Erlös und Kosten definiert ist, wobei der Erlös und die Kosten näher erklärt werden. Als Minimierungsproblem lautet die Entscheidungsfunktion: Produziere die Menge, die bei gegebenem Erlös minimale Kosten verursacht.
2. Entscheidungsregeln unter Risiko Bei den Entscheidungsregeln unter Risiko liegen Wahrscheinlichkeitswerte pj 0 für die jeweiligen Umweltsituationen vor. Es lassen sich verschiedene Regeln aufzeigen: Bayes-Prinzip (Erwartungswertprinzip), Bernoulli-Prinzip
3. Entscheidungsregeln unter Ungewißheit
Bei den Entscheidungsregeln unter Ungewißheit sind Wahrscheinlichkeitswerte pj für die Umweltsituationen unbekannt. Das Entscheidungsproblem dieser Entscheidungssituation läßt sich mit Hilfe folgender Regeln lösen: Diese Regeln führen zu unterschiedlichen optimalen Aktionen. Es stellt sich die Frage, mit welcher Regel das "richtige" Ergebnis gefunden werden kann. Diese Frage läßt sich nicht allgemein beantworten. Die gefundene Lösung des betreffenden Entscheidungsproblems ist Ausdruck der besonderen Einstellung des Entscheidungsträgers und damit jeweils richtig.
Ist bei der Bestimmung einer optimalen Aktion keine Aktion vorhanden, die alle anderen Aktionen dominiert (Dominanz), so werden E. (Zielfunktionen) benötigt. Im folgenden werden nur Entscheidungssituationen unter Risiko und Unsicherheit berücksichtigt. Es wird des weiteren nur ein Zeitpunkt sowie ein Ziel zugrund egelegt (Entscheidungsmodelle). Um konkrete E. unter Risiko und Unsicherheit zu bilden, sind folgende 4 Schritte zu beachten:
a) Zunächst sind die Verteilungen der einzelnen Zeilen der Entscheidungsmatrix durch geeignete Kennzahlen K zu ersetzen. Bei Risiko handelt es sich um Wahrscheinlichkeitsverteilungen, bei Unsicherheit um Ergebnisverteilungen. Für die in der iten Zeile (i=l,. . ., m) der Entscheidungsmatrix stehende Verteilung E sind k Kennzahlen zu finden: K, (E,), K2(E,),. . ., Kj (E,). Es ist zu berücksichtigen, daß Verteilungen dann als gleich anzusehen sind, wenn sie in ihren Kennzahlen übereinstimmen. wird etwa der mathematische Erwartungswert als einzige Kennzahl ausgewählt, so sind alle Wahrscheinlichkeitsverteilungen dann gleich, wenn ihre Erwartungswerte identisch sind. Tendenziell werden Verteilungen um so schärfer charakterisiert und kommen Unterschiede um so deutlicher zum Ausdruck, je mehr Kennzahlen verwendet werden. Allerdings steht dem oft die Forderung nach einer leichten Handhabbarkeit der zu bildenden Zielfunktionen entgegen.
b) werden mehrere Kennzahlen ausgewählt, so ist ihre Verknüpfung
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