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EPRG-Konzept

Das EPRG-Konzept stellt eine Systematisierung von Führungskonzepten in international tätigen Unternehmen dar. Hierbei unterscheidet Perlmutter eine ethnozentri-sche, eine polyzentrische, eine regiozentri-sche und eine geozentrische Ausrichtung einer Unternehmung, die er ursprünglich in dieser Reihenfolge als sukzessive Evolutionsstufen einer internationalen Unternehmenstätigkeit ansah (vgl. Perlmutter, 1969, S. 9ff.). Der ethnozentrische Ansatz ist dadurch charakterisiert, dass die Schlüsselpositionen in ausländischen Tochtergesellschaften bevorzugt durch Angehörige aus dem Stammland des Unternehmens besetzt werden (vgl. Perlitz, 2000, S. 137). Die Gastlandaktivitäten werden von ihrer Bedeutung den Stammlandaktivitäten eher untergeordnet und Marketingstrategien werden analog zu den im Stammland eingesetzten geplant. Eine Analyse des Gastlandes wird nur in geringem Maße durchgeführt und die Märkte werden häufig nur durch Exporte bearbeitet (vgl. Wind/Douglas/Perlmutter, 1973, S. 15). Parallel dazu wird versucht, die Stammhauskultur (Unternehmenskultur) unmodifiziert auf die Tochtergesellschaften zu übertragen.

Im Gegensatz dazu beachtet der polyzentrische Ansatz die möglichen Unterschiede der verschiedenen Märkte, die sich z.B. durch die jeweilige Kultur ergeben können, durch eine starke Differenzierung
der jeweiligen Strategien. Das Management im Gastland wird mit inländischen Führungskräften besetzt, die auch eine sehr weitgehende Entscheidungsgewalt übertragen bekommen (vgl. Perlitz, 2000, S. 137f.). Dies bedeutet auch, dass die einzelnen Tochtergesellschaften unabhängig voneinander operieren und ihre Marketingstrategien an die einzelnen Ländermärkte anpassen (vgl. Wind/Douglas/Perlmutter, 1973, S. 15f.). Ziel einer solchen Ausrichtung ist die Erreichung von Optima in den jeweiligen Märkten. Als Problem wird jedoch gesehen, dass es sich hierbei nur um Suboptima handelt, da Interdependenzen der einzelnen Märkte nicht beachtet werden.

Diese Überlegung führt zu einer geozentrischen Ausrichtung. Hierbei versucht man, die unterschiedlichen Ländermärkte im Rahmen eines globalen Ansatzes zu integrieren. Interdependenzen der einzelnen Tochtergesellschaften untereinander und mit der Muttergesellschaft werden beachtet. Dadurch sollen eine optimale Ablokation der Ressourcen sowie eine Ausschöpfung von Synergieeffekten auf globaler Ebene erreicht werden (vgl. Perlitz, 2000, S. 138). Bei Marketingaktivitäten wird auf ein einheitliches Image des Unternehmens in der ganzen Welt geachtet.

Der regiozentrische Ansatz steht als Überlegung zwischen dem polyzentrischen und dem geozentrischen Ansatz. Die Strategien werden hierbei innerhalb der einzelnen Regionen (z.B. Europa, Asien) einheitlich ausgestaltet und aufeinander abgestimmt. Die einzelnen Regionen arbeiten jedoch weitgehend unabhängig voneinander (vgl. Perlitz, 2000, S. 138).

 

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