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Erfahrungskurve

bildet den Zusammenhang zwischen Absatzerfolg und Produktionskosten ab. Das Erfahrungskurvenkonzept besagt, dass da mit steigendem Grad der Arbeitsteilung die Produktivität steigt aus jeder nachhaltigen Absatzvergrößerung ein Kostensenkungspotenzial resultiert. Als Folge von Lerneffekten, Fixkostendegression (- Kostenarten) und günstigeren Bezugsmöglichkeiten sollen Kostensenkungen pro ausgebrachter Produkteinheit bis zu 30 % möglich sein.
Ein derartiger Zusammenhang zwischen dem kumulierten Absatz eines Produktes (gilt als Indikator für die angesammelten Erfahrungen) und dessen Stückkostenverlauf (Stückkosten) konnte zwischenzeitlich empirisch für viele Branchen nachgewiesen werden.

Empirisches Gesetz, daß bei Verdopplung der Mengen die Kosten je Stück sich um 20 bis 30% reduzieren lassen müßten. Das ist der ständige, im einzelnen gar nicht so recht wahrnehmbare, aber sich stets addierende Fortschritt (Kaizen). Da haben wir etwas am Rezept X geändert, da am Teilaggregat Y uns etwas Neues einfallen lassen; dies gab eine Idee für Produktionsstufe Z usw. Also: Man
hat dazugelernt. Dies geschah so etwa auch unter dem Motto: I work better under pressure. Wenn man sich beim Ringen um Marktakzeptanz anstrengen muß, fällt einem auch etwas ein. Die Kurve drückt ein es müsste möglich sein, dass ... aus. Wenn die operativen Maßnahmen nicht folgen, stellt sich die Erfahrungskurve nicht ein.

beschreibt den Zusammenhang zwischen der im Zeitablauf kumulierten Produktionsmenge und der Tatsache der fallenden realen Stückkosten. Durch empirische Untersuchungen wurde festgestellt, daß bei jeder Verdoppelung der im Zeitablauf kumulierten Produktionsmenge die realen Stückkosten potentiell um 20 bis 30 % sowohl in der Branche als auch bei einzelnen Anbietern gefallen sind. Im wesentlichen wird der Kostenrückgang auf die folgenden Faktoren zurückgeführt: Verringerung der Fertigungszeiten und Lohnkosten je Einheit in Abhängigkeit der kumulierten Produktionsmenge aufgrund des Lerneffekts; durch Fixkostendegression sinken die Stückkosten (Größendegression); Rationalisierungsmaßnahmen haben kostensenkende Auswirkungen. Für die langfristig-strategische Planung hat diese Kostenentwicklung große Bedeutung, und es werden hieraus Folgerungen für Verhaltensweisen abgeleitet: z.B. wird eine Niedrigpreispolitik zur schnellen Marktdurchdringung in der Einführungsphase eines Produktes empfohlen. Da die Wachstumsrate einen wesentlichen Einfluß auf das Ausmaß der Stückkostensenkung je Periode hat, ist in Wachstumsmärkten die Strategie der Marktanteilssteigerung anzustreben. Man sollte sich auf die Märkte konzentrieren, in denen langfristig die Marktführerschaft erreicht werden kann. Die Erkenntnisse der Erfahrungskurve finden auch Eingang in das Portfolio-Management. Siehe hierzu Boston Matrix, Geschäftsfeldplanung.

In Anlehnung an die Lernkurve zeigt die Erfahrungskurve, daß mit jeder Verdoppelung der kumulierten Produktionsmenge eine Stückkostensenkung von 20 30 % zu beobachten ist. Dieser Stückkostenrückgang betrifft alle Kostenarten, die bei der Produktion eines Erzeugnisses im weitesten Sinne entstehen (vom Auftragseingang bis zum Absatz des Erzeugnisses). Dabei wird eine zunehmende Substitution aller Kosten mit steigenden Produktionsmengen wirksam.

 

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