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Erwartung

Für die Entscheidungstheorie maßgebliche subjektive Voraussagen bezüglich des Eintreffens von Zukunftsereignissen. Die Erwartungen von Personen, die Entscheidungen zu treffen haben, können sich auf das Ziel , die Wirkungen von Maßnahmen (Ergebnisse von Alternativen ) oder auch die zu erwartenden Umwelteinflüsse beziehen und dadurch betriebswirtschaftliche Entscheidungen beinflussen (vgl. das Erwartungswert-Prinzip bei den Entscheidungsregeln ).

In der Wirtschaftssoziologie: [1] expectation, im weiteren Sinne jede Annahme eines Handelnden über die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines bestimmten Ereignisses in der Zukunft.

[2] Die auf Erfahrung und/oder die Kenntnis geltender Normen gestützte Annahme, dass sich eine bestimmte Person A in einer bestimmten Situation S (z.B. in einer Diskussion, in einer bestimmten Berufsposition) in einer bestimmten, vorhersehbaren Weise verhalten wird (?Verhaltenserwartung? oder, auf die Inhaber einer bestimmten Position bezogen, ?Rollenerwartung?).

[3] Expectancy, vor allem in der kognitiven Lerntheorie E.C. Tolmans das Vorwegnehmen der Ergebnisse einer eigenen zukünftigen Verhaltensweise (z.B. das Auffinden des Futters als Ergebnis des Einschiagens eines bestimmten Weges im Labyrinth durch eine Ratte). Im Gegensatz zu Erwartung im Sinne von [1] und

[2] ist Erwartung im Sinne von expectancy eine aus dem beobachteten Verhalten erschlossene intervenierende Variable, mit der nichts über das subjektive Erleben der Individuen ausgesagt wird.

 

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Weitere Begriffe : Hongkong-Interbank-Offeredrate Revolution, permanente Bevölkerungslehre
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