Europäischer Fonds für Währungspolitische Zusammenarbeit (EFWZ)
wurde 1973 von den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften (EG) nach dem Zusammenbruch des Währungssystems von ,Bretton Woods als Steuerungsinstanz des Europäischen Währungsverbundes geschaffen. Zu seiner Hauptaufgabe gehörte zunächst die Stabilisierung des europäischen Währungsverbundes über einen Stützungskreditmechanismus. Seit 1979 übernahm der EFWZ zunehmend die Abwicklung der Interventionen der am Europäischen Währungssystem (EWS) teilnehmenden Zentralbanken. Die bilateralen Zahlungsbilanzsalden wurden dabei als Guthaben und Verbindlichkeiten der teilnehmenden Zentralbanken über Konten beim EFWZ abgewickelt und in der neu geschaffenen Rechnungseinheit ECU (European Currency Unit) verbucht. Damit die Zentralbanken der Mitgliedsländer über einen entsprechenden Grundbestand an ECU verfügten, brachten sie 20% ihrer Gold- und Devisenreserven beim EFWZ ein, der ein entsprechendes ECU-Guthaben gutschrieb. Mit Beginn der zweiten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) (1. Januar 1994) wurde der EFWZ aufgelöst. Seine Aufgaben wurden dem gleichzeitig gegründeten Europäischen Währungsinstitut (EWI) übertragen.