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Faktorproportionen-Theorem
Nach dem Faktorproportionen-Theorem von Heckscher/Ohlin kommt es auf die quantitative Verfügbarkeit der Produktionsfaktoren Arbeit, Boden, Kapital an, welche Güter von einem Staat ex- bzw. importiert werden:
Danach sind die vergleichsweise reichlich vorhandenen Produktionsfaktoren eines Staates relativ billig, knappe Faktoren hingegen teuer. Dies hat Auswirkungen auf die Herstellungskosten und damit auf die Preise dieser Güter. Relativ arbeits-/kapitalreiche Staaten werden arbeits-/kapitalintensive Produkte exportieren, da Arbeit/Kapital vergleichsweise billig ist. Deshalb gilt: Industrieländer, die vergleichsweise gut mit Kapital ausgestattet sind, werden tendenziell kapitalintensive und damit höherwertige Güter produzieren, während Entwicklungsländer, die i.d.R. über viele gering qualifizierte Arbeitskräfte verfügen, arbeitsintensive Güter herstellen und exportieren. Dies erklärt, weshalb Staaten wie die USA, Deutschland und Japan Investitionsgüter ausführen und die Entwicklungsländer arbeitsintensive Billigprodukte exportieren.
Mit Hilfe des Faktorproportionen- Theorems kann auch erklärt werden, wie einzelne Staaten am Produktionsprozess von Gütern beteiligt werden. Güter durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen, während derer in unterschiedlichem Maß Kapital und Know-how eingesetzt werden:
• Innovationsphase: Innovationen finden in Ländern mit hoher technologischer Qualifikation statt.
• Ausreifungsphase: Das Produkt ist fast ausgereift, Nachahmer treten auf den Markt. Die kapitalintensive Produktion erfolgt auf mittlerem technologischem Niveau.
• Standardisierungsphase: Das Produkt ist voll ausgereift und wird in Massenproduktion gefertigt.
Auf Grund der Differenzen der Faktorintensität der einzelnen Produkte, etwa was den Einsatz von Arbeit und Kapital (sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht) betrifft, können verschiedene Gruppen von Ländern gebildet werden, die als Exporteure dieser Produkte in Frage kommen.
In der • Innovationsphase sind es wenige hoch entwickelte Länder (z.B. USA, Deutschland, Japan, Frankreich, Großbritannien),
• Ausreifungsphase treten andere, weniger hoch entwickelte Industrieländer auf,
• Standardisierungsphase kommen fortgeschrittene Entwicklungsländer und Schwellenländer zum Zug.
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