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Faktorqualität

ist ein Kostenbestimmungsfaktor im System von Gutenberg. Die Qualität des Produktionsfaktors ergibt sich zum einen durch die Güte und Art der Leistung, zu deren Erstellung der Faktor beiträgt. Zum anderen drückt sich die Faktorqualität durch die Produktivität aus, aber nur insoweit Produktivitätsänderungen nicht auf sonstigen Kostenbestimmungsfaktoren beruhen.

1. Oszillative Qualitätsänderungen Die Qualität der Arbeitskräfte, der Betriebsmittel und der Hilfs- und Betriebsstoffe kann zwar schwanken, die Schwankungen kompensieren sich jedoch in vielen Fällen. Oszillative Qualitätsänderungen lassen die Produktions- und Kostenfunktionen über einen längeren Zeitraum gesehen unverändert.

2. Stetige und mutative Qualitätsänderungen

Eine stetige Qualitätsänderung liegt vor, wenn sich die Faktorqualitäten langsam und schrittweise auf die Leistung auswirken (positiv oder negativ), z.B. bei sukzessiver Anpassung an den technischen Fortschritt. Geht der Übergang von einer »Qualitätssituation« zu einer anderen dagegen sprunghaft vor sich, so spricht man von mutativer Änderung.

Stetige und mutative Faktorqualitätsänderungen führen auch zu neuen Produktions- und Kostenfunktionen. Die Beziehungen zwischen Kostenänderungen und Faktorqualität dürfen nur unter der Voraussetzung konstanter quantitativer Kapazität
untersucht werden. Zwischen dem Leistungsvermögen des Produktionsfaktors (qualitative Kapazität) und den entstehenden Kosten besteht meist eine positive Korrelation. So entstehen bei Nichtausnutzung der leistungsfähigen Faktoren hohe Kosten (Leerkosten); die gleiche Beobachtung kann man auch bei Überbeanspruchung der qualitativen Leistungsfähigkeit eines Produktionsfaktors machen.

Die Einbeziehung der Faktorqualität in ein System der Kostenbestimmungsfaktoren erscheint problematisch, da (a) dieser Begriff sehr verschiedenartige Koeffizienten umfaßt, (b) die kostenmäßigen Auswirkungen der Faktorqualität und deren Änderung sich meist nicht eindeutig quantifizieren lassen.

 

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