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Faktorvariation, totale

Die (neoklassische) » Produktionstheorie geht von einer postulierten Produktionsfunktion aus, die die Beziehung zwischen Einsatz und Ausbringungsmenge eindeutig erklärt. Eine totale F. beschreibt den Fall, in dem alle als beliebig teilbar angenommenen Einsatzfaktoren unter Beibehaltung des Einsatzverhältnisses vermehrt/vermindert werden, d. h. eine sog. Niveauvariation (multiple Anpassung) eintritt. Wächst die Ausbringung proportional (linearhomogen), so ist die Ausbringungsmenge ohne Kostennachteile vermehrbar. Bei überproportionalem Ausbringungswachstum würde der Verbrauch von Einsatzfaktoren geringer. Die letztere Erscheinung ist in der Praxis häufig; geht man jedoch von beliebig teilbaren Einsatzfaktoren aus, so kann dieser Fall nur dann eintreten, wenn entweder nicht alle Faktoren ursprünglich erfaßt waren (z. B. » dispositiver Faktor), oder eine Qualitätsänderung der Einsatzfaktoren eingetreten ist (Gutenberg). Ein unterproportionales Wachstum der Ausbringungsmenge kann durch Vorhandensein limitationaler bzw. konstanter Produktionsfaktoren erklärt werden (klassisches Ertragsgesetz). Da in der m odernen Produktion der Einsatz zusammengehöriger Faktorpakete und der gleichzeitige Ausstoß mehrerer Erzeugnisse den Regelfall darstellen, kommt der totalen F. als Beschreibungsmodell nur geringe praktische Bedeutung zu. Es sollten deshalb empirisch ermittelte technische Einsatz oder Verbrauchsfunktionen benutzt werden, um den echten Faktorverbrauch für ein neues Ausbringungsniveau zu ermitteln.

 

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