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Financial Accounting Standards Board (FASB)

Private Organisation, die in den USA maßgeblich für den Erlass der Rechnungslegungsvorschriften zuständig ist. Ursprünglich hatte 1938 diese Aufgabe der amerikanische Berufsstand der Wirtschaftsprüfer, das American Institute of Certified Public Accountants (AICPA), von der SEC übertragen bekommen. Wegen der zum Teil sehr langwierigen Arbeiten, der vom AICPA eingesetzten (ehrenamtlichen) Boards und wegen Zweifel an der Unabhängigkeit der Arbeit wurde 1972 im Einvernehmen mit dem AICPA die Befugnis zum Erlass von Rechnungslegungsvorschriften an das neu gegründete Financial Accounting Standards Board (FASB) übertragen, das sich aus sieben hauptberuflich tätigen Mitgliedern aus der Wirtschaftsprüfung, der Industrie und Wissenschaft zusammensetzt. Mittlerweile hat das FASB rund 150 sog. SFAS, Statements of Financial Accounting Standards, verabschiedet, welche die Stellung von United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) mit Verpflichtungscharakter haben. Dies gilt auch für die inzwischen knapp 50 vom FASB verabschiedeten sog. FIN, Financial
Interpretations, die verbindliche Kommentierungen zu den Rechnungslegungsvorschriften beinhalten. Die übrigen Verlautbarungen des FASB, wie die Technical Bulletins (FTB) und die Statements of Financial Accounting Concepts (CON) haben nur Empfehlungscharakter bzw. beschreiben theoretisch konzeptionelle Grundlagen. Neben den vom FASB seit 1973 verabschiedeten Rechnungslegungsnormen gelten in wenigen Teilbereichen noch die zuvor vom AICPA bzw. dessen Boards verabschiedeten Regelungen. Die Arbeit des FASB wird finanziert und überwacht vom FAF, der Financial Accounting Foundation, die auch die Mitglieder des FASB bestellt. Die FAF ist eine unabhängige private Stiftung, der Vertreter des AICPA, der staatlichen Behörden und weiterer Berufsorganisationen angehören. 1984 wurde vom FASB die Emerging Issue Task Force (EITF) gegründet, um für aktuelle Bilanzierungsfragen in der Praxis schnelle Lösungen zu finden. Die Verlautbarungen des EITF, die EITF-Abstracts, stellen ebenfalls US-GAAP dar, haben aber für die bilanzierenden Unternehmen keinen Verpflichtungs-, sondern Empfehlungscharakter.

 

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