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Immobilienfonds

Grundstücksfonds. Anlagegesellschaften, bei denen die Kapitalanlage im Wesentlichen aus Grundstücken und Gebäuden besteht. Die Immobilienfonds geben Immobilienzertifikate (ähnlich wie Investmentzertifikate) aus, die einen bestimmten Anteil am Fondsvermögen repräsentieren. (Anteilscheine, Fonds) Bei den in der Bundesrepublik arbeitenden Immobilienfonds unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten:
1. Offene Fonds: Das Gesamtvolumen aller auszugebenden Anteile ist nicht begrenzt. Sie sind dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (Investmentgesellschaft) unterstellt und haben besondere Vorschriften hinsichtlich ihrer Anlagepolitik zu beachten. Die Verwaltung der G rundstücks sondervermögen (Fonds) erfolgt durch die Kapitalanlagegesellschaft. Die Anteile von offenen Fonds sind übertragbar und verfügen darüber hinaus über ein Recht zur Rücknahme durch die Anlagegesellschaften zu den täglich veröffentlichten Rücknahmepreisen. Die ausgeschütteten Gewinne sind als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern
. Einkommensteuer, Einkommensteuer rmittlung
2. Geschlossene Fonds: Das Zertifikatskapital (Grundstückssondervermögen) wird zur Zeichnung durch Anleger einmalig aufgelegt. Die zu finanzierenden Liegenschaften stehen von vornherein fest und können aus Gründen der Risikostreuung aus einem oder mehreren Objekten bestehen. Beim Bruchteils igentumsfonds wird der Anleger grundbuchrechtlich Grundbuch) abgesichert, wodurch beim Zweiterwerb die Zahlung von Grunderwerbsteuer fällig. wird. Die Gewinne sind als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Einkommensteuer, Einkommensteuer rmittlung) zu versteuern. Bei der zweiten Form des geschlossenen Immobilienfonds erwirbt der Zeichner bei einer Kommanditgesellschaft einen Teil des üblicherweise von Kreditinstituten treuhänderisch gehaltenen Kommanditanteils, wodurch Grunderwerbsteuer beim Zweiterwerb nicht fällig wird. Sofern die Tätigkeit der Kommanditgesellschaft keinen Gewerbebetrieb (Gewerbe) darstellt, entstehen ebenfalls Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Investmentfonds, bei dem das Fondsvermögen in Immobilien (unbewegliche Vermögensgegenstände) angelegt wird. Bei offenen Immobilienfonds wird das Fondsvermögen in Zertifikaten verbrieft. Damit sind diese handelbar, was dem Investor die Möglichkeit der jederzeitigen teilweisen oder vollständigen Trennung ermöglicht. Die Zahl der Investoren kann zudem durch das Fondsmanagement per Emission neuer Zertifikate jederzeit vergrößert werden. Dies ist bei geschlossenen Immobilienfonds nicht möglich. Der geschlossene Fonds gilt mit der vollständigen Zeichnung des notwendigen Kapitals zum Erwerb einer oder mehrerer ex ante im Prospekt definierter Immobilien als geschlossen. Zusätzliche Anteilscheine können vom Fondsmanagement nicht mehr emittiert werden.

 

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