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Kapitalstrukturregeln

Kapitalstrukturregeln, auch Finanzierungsregeln bzw. -grundsätze genannt, stellen normative Aussagen über Relationen von Kapitalteilen zueinander (vertikale Kapitalstrukturregeln) oder bestimmter Kapitalteile zu bestimmten Vermögensteilen (horizontale Kapitalstrukturregeln bzw. Kapitalvermögensstrukturregeln) dar. Sie werden durch bestimmte, aus der Handelsbilanz abgeleitete Strukturkennzahlen ausgedrückt und sollen durch ihre Signalfunktion helfen, die Liquidität eines Unternehmens zu gewährleisten. Die vertikalen Kapitalstrukturregeln zielen — unter dem Gesichtspunkt des Gläubigerschutzes — auf die Einhaltung einer bestimmten Strukturierung der Passivseite der Bilanz ab. Zu den vertikalen Kapitalstrukturregeln zählen u.a. die Eigen- und Fremdkapitalquote oder der Verschuldungsgrad. Die horizontalen Kapitalstrukturregeln basieren auf dem Versuch, aus den aktuellen Aktiva- und Passivabeständen der Bilanz auf die Höhe und den Anfall künftiger Ein- und Auszahlungen zu schließen. Sie geben Hinweise auf die Kapitalverwendung und stellen Grundsätze dar, die vorschreiben, wie das jeweilige Vermögen zu finanzieren ist. Zu den horizontalen Kapitalstrukturregeln zählen u.a. die Goldene Finanzierungsregel und die Goldene Bilanzregel.

Finanzierungsregeln

 

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