Die Kaufkraftparitätentheorie hilft bei der Erklärung von Wechselkursbewegungen. Dabei wird zwischen der absoluten (der Wechselkurs zwischen den Währungen zweier Staaten entspricht deren Preisniveauverhältnis) und der relativen Variante unterschieden. Sie besagt, dass sich der Wechselkurs zweier Währungen innerhalb einer Zeitspanne um denselben Prozentsatz ändert wie die Preisniveaudifferenz (Inflationsrate) zwischen diesen Staaten. Steigen etwa die Güterpreise in den USA stärker als in Deutschland, steigt die Nachfrage nach deutschen Gütern, während die Nachfrage nach Gütern aus den USA sinkt. Damit steigt die Nachfrage nach Euro im Vergleich zum Dollar, da für den Kauf deutscherGüter Euro benötigt wird. Es kommt also zu einer Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar. Entscheidet nur die Preisentwicklung über Wechselkursveränderungen, ändert sich der Wechselkurs Euro/Dollar genau um die Differenz der Inflationsraten beider Staaten.