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Kostenstellen
Kostenstellen sind diejenigen Orte in einem Unternehmen, an denen Kosten anfallen. Kostenstellen werden vornehmlich nach räumlichen Gesichtspunkten, nach betrieblichen Funktionen (z. B. Hobeln, Fräsen usw.) oder nach Verantwortungsbereichen (z. B. nach Abteilungen) gebildet. Verschiedene Arten von Kostenstellen sind zu unterscheiden: Hauptkostenstellen/Endkostenstellen sind Kostenstellen, die unmittelbar der Leistungserstellung dienen. In diesen Kostenstellen wird also direkt am Produkt gearbeitet. Sie gehen im Gegensatz zu den Hilfskostenstellen keine Leistungen an andere Kostenstellen ab. Hilfskostenstellen/Vorkostenstellen sind Kostenstellen. die nur indirekt am Produktionsprozess beteiligt sind. Sie stellen nur Leistungen für andere Kostenstellen bereit. Ihre Kosten müssen auf Hauptkostenstellen verrechnet werden. Hilfskosten-stellen unterstützen also die Leistungsbereitschaft von Hauptkostenstellen bzw. machen deren Tätigkeit überhaupt erst möglich. Die allgemeinen Hilfskostenstellen (z. B. die Stelle „Grundstücke/Gebäude") sind für alle (!) Bereiche innerhalb eines Unternehmens tätig. Bereichshilfskostenstellen (z. B. die Kostenstelle "Arbeitsvorbereitung") arbeiten hingegen nur für einen ganz bestimmten Bereich (z. B. im Rahmen der Fertigung).
(engl. burden center, cost center) Kostenstellen sind voneinander abgegrenzte Teile des Gesamtunternehmens (Unternehmen), die in der Kostenrechnung selbständig abgerechnet werden. Für jede Kostenstelle werden die anfallenden Kostenarten in der Regel geplant, erfasst und ausgewiesen sowie kontrolliert. Die Bildung von Kostenstellen wird insbesondere nach funktionalen, räumlichen, abrechnungstechnischen und produktionstechnischen Gesichtspunkten vorgenommen. Dabei sind folgende vier Grundsätze zu beachten: Die Kostenstellen sollten so voneinander abgegrenzt sein, dass eine richtige Zuordnung der Gemeinkosten jederzeit gewährleistet ist; es sollten möglichst eindeutige Beziehungen zwischen den erzeugten Leistungen der Kostenstellen und den verursachten Kosten zu finden sein; die Kostenstellen sollten selbständige Verantwortungsbereiche sein, damit wirksame Wirtschaftlichkeitskontrollen erfolgen können; die Differenzierung der Kostenstellen sollte unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und Übersichtlichkeit vorgenommen werden.
Kostenstellen werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten gegliedert: a) funktional, Beispiel: Material , Fertigungs , Verwaltungs , Vertriebs , Forschungs und. Entwicklungsstellen, allgemeine Kostenstellen, b) abrechnungstechnisch (Vorkosten , Endkostenstellen), c) leistungstechnisch (Haupt , Neben , Hilfskostenstellen).
K. sind rechnungsmäßig abgegrenzte Abrechnungsbezirke der Unternehmung, in denen Kosten anfallen. Sie bilden die Orte der Kostenentstehung. Durch die Gliederung der gesamten Unternehmung in der Artige Abrechnungsbezirke kann eine genauere Erfassung und Verteilung sowie Planung und Kontrolle der Kosten ( und Leistungen) erreicht werden. Die Beziehungen zwischen den Kosten und ihren Einflußgrößen lassen sich für einzelne K. im allgemeinen einfacher als für umfassende Kostenbereiche wiedergeben. Deshalb können Kosten in der Regel leichter kostenstellenweise geplant sowie auf die sie bestimmenden Größen verteilt werden. Da die Kosten durch den Gütereinsatz in den K. entstehen, kann man über die Orte des Kostenanfalls die Verantwortlichkeit für die Kostenhöhe bestimmen. Die vertikale und horizontale Zerlegung der Unternehmungen in Abrechnungsbezirke kann nach verschiedenen Merkmalen vorgenommen werden. Als wichtigste Gliederungskriterien sind funktionale, räumliche, organisatorische, produktions und rechnungstechnische Merkmale anzusehen. Bei der Berücksichtigung funktionaler Merkmale werden jeweils gleichartige Verrichtungen (z. B. Arbeitsgänge, Kontrolltätigkeiten, Schreibtätigkeiten usw.) in einer K. zusammengefaßt. Dadurch versucht man, die unterschiedliche Beanspruchung der K. durch die Kostenträger zu erfassen. Räumliche Gesichtspunkte stehen im Vordergrund , wenn jede K. einen räumlich zusammenhängenden und abgrenzbaren Bereich bildet. Durch die Orientierung der Kostenstellengliederung am organisatorischen Stellengefüge soll erreicht werden, daß die K. selbständige Verantwortungsbereiche darstellen. Hierdurch wird die Verantwortlichkeit der jeweiligen Stelleninhaber für Kostenabweichungen klar erkennbar. Diese Gliederung ist wegen ihrer Bedeutung für die Kostenkontrolle besonders wichtig. Produktionstechnische Gesichtspunkte beziehen sich darauf, welche Art von Produkten in den K erarbeitet werden. Sie führen zur Unterscheidung von Haupt, Neben und Hilfskostenstellen. Aus rechnungstechnischer Sicht trennt man Vor und Endkostenstellen. Die in Vorkostenstellen entstandenen Kosten werden im Rahmen der innerbe trieblichen Leistungsverrechnung auf andere K. umgelegt, während man die Kosten von Endkostenstellen un mittelbar auf die Kostenträger verteilt.
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