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Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

(engl.: Price-Earning-Ratio bzw. PER)

Gängiger Maßstab bei der Bewertung von Aktien. Das KGV gibt an, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns ein Unternehmen aktuell an der Börse bewertet ist, bzw. den Betrag, den ein Investor für einen Euro Gewinn zu zahlen hat. Es wird berechnet, indem man den aktuellen Aktienkurs in Euro durch den Reingewinn pro Aktie, den die AG jährlich erzielt, dividiert. Da verschiedene Branchen unterschiedlich hohe KGVs aufweisen ist eine generelle Aussage, ab welchem KGV-Wert eine Aktie über- bzw. unterbewertet ist, nicht möglich.

Verhältniszahl, die sich aus der Gegenüberstellung des Kurses einer Aktie mit dem auf diese Aktien entfallenden Reingewinn ergibt. Der gesamte Reingewinn der Gesellschaft muß zu diesem Zweck auf die gesamten Aktien, die sich im Publikumsbesitz befinden, umgerechnet werden. Da der in der Bilanz veröffentlichte Jahresgewinn nur sehr beschränkt aussagefähig ist, empfiehlt es sich, den Gewinn je Aktie zugrunde zu legen. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis
zeigt, zum wievielfachen des Perioden-Reingewinns eine Aktie gehandelt bzw. bewertet wird. Zeit- und Unternehmensvergleiche ermöglichen die Aussage über die Preiswürdigkeit einer Aktie (Über- oder Unterbewertung), wobei diese um so preiswürdiger ist, je niedriger das Kurs/Gewinn-Verhältnis ist. Wachstumsaktien rechtfertigen ein höheres Kurs/Gewinn-Verhältnis als Renditewerte.


Kurs-Gewinn-Verhältnisse ausgewählter internationaler Aktienmärkte
Zeitraum 1990-1995

Frankreich 6,7
Italien 4,4
Schweiz 7,1
U. K. 9,2
USA 8,3
Deutschland 4,5


Kurs-Gewinn-Verhältnisse ausgewählter europäischer Chemie-Aktien
Zeitraum 1994

Air Liquide 10,6
Akzo Nobel 5,4
Basf 3,5
Bayer 6,0
Ciba-Geigy 1,7
Hoechst 4,7

Kennzahl der fundamentalen Aktienanalyse zur Auswahl entsprechender Aktien nach der Ertragslage. Als Gewinn wird der Gewinn je Aktie nach DVFA zugrunde gelegt. Englische Bezeichnung „price-earnings-ratio“. Im Vergleich ist die Aktie am ertragstärksten, deren KGV am geringsten ist. Das niedrige KGV kann aber sowohl am hohen Ertrag als auch an einer Unterbewertung der Aktie liegen.

 

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