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Lagerausstattung

Die L. stellt die hardware der Lagerwirtschaft dar. Damit sind die baulichen Gestaltungsmöglichkeiten (Lagerbauart), die konstruktive Ausführung der Lagereinrichtungen sowie die Lagerförderungssysteme gemeint. Wesentliche Bestimmungsfaktoren für die Planung der L. sind die physikalischchemischen Eigenarten der Lagerobjekte; auch die Ablauf Organisation im Beschaffungs, Produktions und Absatzbereich und die daraus resultierenden Anforderungen an den » Material bzw. Güterfluß hat unmittelbare Auswirkungen auf die L. Folgende Möglichkeiten der Lagerbauart können unterschieden werden: offene Läger (umschlossene Plätze ohne Überdachung) halboffene Läger (z. B. überdachte Lagerflächen) geschlossene Läger (Gebäude; Lagerhallen) Spezialläger (Silos; Tankanlagen). Bei qualitätsempfindlichen und dieb stahlsgefährdeten Gütern wird i. d. R. nur eine Lagerung in Gebäu den in Frage kommen. Bei der Pla nung von Lagergebäuden muß zwi schen ein und mehrgeschossiger Bauweise entschieden werden (Flach oder Hochlager). Als wesentliche Entscheidungskriterien können hier die Baukosten und die Anforderun gen an einen ungehinderten Material fluß gelten. Eingeschossige Gebäude verursachen niedrigere Baukosten als Geschoßbauten; der Materialfluß kann auf einer Geschoßfläche einfa cher organisiert werden als in mehr geschossigen Gebäuden. Eine Aus nahme dazu stelle
n sog. Schüttgüter dar; in Abfüllbetrieben, in Mühlen usw. ist es zweckmäßig, das Ein gangslager im Obergeschoß einzu richten und die einzelnen Fertigungs stufen untereinander anzuordnen; die Schwerkraft der Schüttgüter kann im Materialfluß genutzt werden. Bei der Lagereinrichtung, also den Sachmitteln, die der unmittelbaren Unterbringung der Lagerobjekte dienen, können feste und bewegliche Komponenten unterschieden werden: (1) feste Lagereinrichtungen Lagerung ohne Regale: Bei Schütt gütern sind Boxen, Abtrennungen, Lagerbestand Silo bzw. Bunkeranlagen als Speicherhüllen vorzuhalten; flüssige und gasförmige Stoffe werden in Tanks und Rohrleitungssystemen gelagert. Stückgüter können direkt auf dem Lagerboden, auf Paletten oder Pritschen abgestellt werden; die Stapelhöhe (Stapelblock; Blocklager) wird von der Druckempfindlichkeit, also der Belastbarkeit der untersten Lagerschicht und der Kippgefahr bestimmt. Lagerung mit Regalen (Schränke, Vitrinen, Gestelle, Ständer usw.): Regallagerung ist typisch für die Lagerung von Stückgütern in In dustriebetrieben, Automatisier te Lagerhaltung ist bei Stückgütern nur möglich, wenn standardisierte Regalplätze eingerichtet werden. Sog. Durchlauflager, d. h. Einlage rung von der einen, Entnahme von der anderen Seite, garantieren die Anwendung des strengen FifoPrinzips. (2) Bewegliche Lagereinrichtungen Zur Unterstützung des Materialflusses: Paletten, Stapelkästen, Gitterboxen und ähnliche Behältnisse, die die Lagerprozesse erleichtern sollen. Sonstige Lagerhilfsgeräte: Zähl und Meßgeräte; Sicherungsausrüstungen. Schließlich können noch folgende Förder bzw. Transportmittel im Lager unterschieden werden, die z. T. als Lagermedium (z. B. Hängeförderer in der Automobilindustrie) genutzt werden: Flurfördermittel: nur für intermit tierenden Betrieb sind Handkar ren, Schlepper, Karren, Stapler usw. geeignet. Automatischer Be trieb von Fördermitteln, die über Induktionsschleifen im Fußboden gesteuert werden (»Robotersystem«). Stetigfördermittel: Einrichtungen meist ortsfester Art zur kontinuierlichen Förderung der Lagerobjekte. Sie werden dort eingesetzt, wo große Förderleistung und gleichförmiger Materialfluß verlangt werden. Beispiele: Rutschen, Rollenbahnen, Kreis, Ketten und Bandförderer. Hebezeuge: Hebebühne, Aufzüge, Kräne. Flurfreie Fördermittel: Hängeförderer, Laufkräne. In automatisierten Lägern bilden Lagereinrichtung, Förderzeug und Bediengerät ein integriertes System (Bsp.: automatische Steuerung von Hochregallägern, Palettensilos usw.). Lagerbestand Die Entscheidung über die Höhe des Lagerbestandes wird von zwei Einflüssen strukturiert: ErfüllungderLagerfunktionen(Versorgungs und Sicherheitsfunktion, Ausgleichsfunktion usw.; Lagerhaltung); Streben nach Wirtschaftlichkeit (Minimierung der Kosten und Risiken). Hohe Lagerbestände erleichtern zwar die Funktionserfüllung; sie sind allerdings mit Nachteilen wie z. B. höhere Kapitalbindung, Gefahr der Veralterung, höhere Versicherungskosten usw. verbund en. Der optimale L. hegt da, wo die Funktionserfüllung mit geringsten Kosten bewirkt wird. In diesem Entscheidungskalkül können » Fehlmengenkosten ausdrücklich berücksichtigt werden; d. h. es Lagergeschäft werden Beeinträchtigungen der Funktionserfüllung hingenommen.

 

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