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Leistungsabstimmung
Vorgabe einer zeitlichen Obergrenze (Taktzeit) für die Erledigung der Arbeitsaufgaben an den Stationen in einem Fließproduktionssystem und Zuordnung von Arbeitsgängen zu den einzelnen Arbeitsstationen. Bei der Leistungsabstimmung sollen annähernd gleich leistungsfähige Stationen geschaffen werden. In diesem Zusammenhang wird auch festgelegt, welche Taktzeit verwandt wird bzw. wie viele Stationen im Fließproduktionssystem vorzusehen sind. Beides ergibt sich aus der geplanten Produktionsmenge pro Zeiteinheit. Bei Fließproduktionslinien liegen in der Regel stochastisch schwankende Bearbeitungszeiten vor. Die Verweildauer von Werkstücken an den einzelnen Stationen beeinflusst unter diesen Bedingungen nachfolgende Werkstücke in einem vorgelagerten Puffer oder — falls dieser Puffer voll ist — ein gerade fertig bearbeitetes Werkstück an der Vorgängerstation. Solche Blockierungen mindern die Leistung des Fließproduktionssystems. Das Gleiche gilt für den Materialmangel an einer betrachteten Station, der dadurch entsteht, dass an einer vorgelagerten Station die Bearbeitung überdurchschnittlich lang dauert und der Puffer zwischen beiden Stationen bereits leer ist. Das Ausmaß dieser leistungsmindernden stochastischen Effekte kann durch größere Puffer begrenzt werden. Da die Installation von Bearbeitungsstationen und technischen Lösungen für Puffereinrichtungen Investitionen erfordert und die zu erwartenden Zwischenlagerbestände mit der Größe der Puffer tendenziell zunehmen, ist man daran interessiert, möglichst wenige Stationen und wenig Pufferplatz im Fließproduktionssystem vorzusehen. Andererseits soll die geplante Produktionsmenge erreicht werden. Daraus ergibt sich ein Optimierungsproblem, das man als integrierte Leistungsabstimmung bezeichnet, bestehend aus Stationsaufbau und Pufferallokation. Bei Transferstraßen sind die Verweildauern von Werkstücken an den einzelnen Stationen in der Regel — wenn man mögliche Störungen vernachlässigt — deterministisch. In diesem Fall beschränkt sich das Problem der Leistungsabstimmung auf das so genannte klassische Fließbandabstimmungsproblem.
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