A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Leistungsbilanzungleichgewicht
Ein Leistungsbilanzungleichgewicht entsteht beispielsweise, wenn die
Erlöse
aus den
Exporte
n die
Ausgaben
für
Import
e übersteigen (
Handelsbilanzüberschuss
), wodurch Devisenüberschüsse entstehen.
Bei festen
Wechselkurs
en bewirken sie eine
Erhöhung
der inländischen
Geldmenge
, weil die
Zentralbank
den
Ankauf
der
Devisen
mit
Inlandswährung
bezahlt
. In der
Praxis
neutralisieren stabilitätsorientierte
Zentralbank
en die steigende
Geldmenge
durch den
Einsatz
geldpolitischer
Instrumente
, etwa durch die Verringerung des
Volumen
s bei
Wertpapierpensionsgeschäfte
n („sterilisierte“
Interventionen
).
Bei
flexible
n
Wechselkurs
en erfolgt der
Ausgleich
der
Handelsbilanz
gewissermaßen automatisch. Auf dem
Devisenmarkt
ist bei einem
Handelsbilanzüberschuss
das
Angebot
an ausländischer
Währung
größer als die
Nachfrage
. Die inländische
Währung
wertet auf. Mit dem Anstieg des
Außenwert
es der
Inlandswährung
werden inländische
Waren
im Ausland teurer. Die
Exporte
sinken, das inländische
Wachstum
wird beeinträchtigt. Gleichzeitig werden jedoch die
Einfuhr
en günstiger.
Rückläufig
e
Einfuhrpreise
wirken mäßigend auf die inländische
Preissteigerungsrate
und unterstützen damit die
wirtschaftliche Entwicklung
.
Die USA
haben
seit Anfang der neunziger Jahre ein beträchtliches
Leistungsbilanzdefizit
. Trotz flexibler
Wechselkurs
e findet kein ausreichender
Ausgleich
über den
Devisenmarkt
statt. Entgegen der Lehrbuchweisheit hat der
Dollar
langfristig
nicht abgewertet. Offensichtlich
waren
andere
Einflussfaktor
en auf den
Wechselkurs
bedeutsamer, womit jedoch bisher kein
Ausgleich
des
Leistungsbilanzdefizit
s erfolgte.
Diese Seite als Bookmark speichern :
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Leistungsbilanz
Leistungsbreite
Weitere Begriffe :
Meldevorschriften für Zahlungen im Transithandel
Uruguay-Runde
Fayolsche Brücke
Wirtschaftslexikon.
| Copyright © 2005-2008 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net |
Impressum