Der Liberalismus basiert auf philosophischen Lehren, die die Bedeutung des Individuums und dessen Freiheit hervorheben. Sie gehen teilweise auch auf naturrechtlich geprägte Vorstellungen von der Gleichheit aller Menschen (Art. 1 Grundgesetz) zurück. Es handelt sich um eine Geisteshaltung, die in der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zu einem starken individualistischen Imperativ führt. Die Folge für die staatliche Wirtschaftspolitik: Eingriffe in den Wirtschaftsprozess werden weitgehend abgelehnt, vielmehr kommt dem Staat nur die Aufgabe zu, die für den Wirtschaftsprozess erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und auf deren Einhaltung zu achten. Ansonsten handeln die privaten Wirtschaftssubjekte frei und eigenverantwortlich.