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LIBOR
London interbank offered rate, Referenzzinssatz, zu dem erstklassige Bankadressen (Bank) am Londoner Platz von anderen Banken Gelder kurzfristig ausleihen können. Für die verschiedenen gehandelten Währungen mit Laufzeiten von drei und sechs Monaten existiert jeweils ein gesonderter Libor. Fibor
Libor steht für London Interbank Offered Rate. Das ist der Zinssatz, zu dem Londoner Banken bereit sind, kurzfristig Geld an andere Banken auszuleihen. Es ist also der Zinssatz, zu welchem Banken bereit sind, anderen Banken Geld zu verleihen. Bei den Beteiligten handelt es sich grundsätzlich um Londoner Banken mit erstklassigem Standing (prime banks).
Der Zinssatz bildet sich grundsätzlich frei am Markt, d. h. ohne Zentralbankeinfluß. LIBOR ist i. d. R. der Basiszinssatz für alle internationalen Kreditgeschäfte (z. B. Eurodollarkredite am Londoner Markt), wobei auf den LIBOR jeweils ein Aufschlag (spread), z. B. 13/8 etc., in Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers erfolgt. LIBOR-Sätze existieren für alle wesentlichen Währungen und für typische Laufzeiten (1, 3, 6, 12 Monate). Der Kreditvereinbarung entsprechend erfolgt die Zinsanpassung periodisch, d. h. alle drei, sechs Monate etc.: Neufestsetzung des Zinssatzes auf Basis des jeweils aktuellen LIBOR (also LIBOR plus spread). Die Fixierung des LIBOR selbst ist im Kreditvertrag festgelegt. Sie erfolgt durch die Bildung des arithmetischen Mittels der jeweiligen LIBOR-Sätze bestimmter Banken.
London Inter Bank Offered Rate
Geldangebotskurs, zu dem international tätige Banken in London Einlagen anbieten; zugleich Referenzzinssatz für Geldmarkt- und Kreditgeschäfte. Er dient bei Krediten/Finanzierungen als Basis für die Zinsberechnung und wird, frei von jeglicher Einflußname nationaler Notenbanken, als arithmetisches Mittel aus Zinsofferten einiger Banken am Euromarkt (Euro-Banken) gebildet. Früher wurden zu seiner Fixierung in Kredit- und Finanzverträgen einige im Depositenhandel tätige Banken als Referenzbanken (Reference Banks) bestimmt. Aus den von ihnen genannten oder ihnen von Londoner Euro-Banken vorliegenden Zinsofferten für die jeweils gewünschte Währung wurde ein speziell anzuwendender LIBOR für den jeweiligen Finanz- bzw. Kreditvertrag fixiert. Heute wird als LIBOR meist der von Reuters bzw.Telerate veröffentlichte LIBOR (zum Beispiel für USD, GBR DEM, CHF und JPY) für die entsprechende Währung verwendet, sofern ein solcher für die jeweilige Währung veröffentlicht wird. Dieser wird üblicherweise um 11.00 Uhr vormittags Londoner Zeit von der British Banker’s Association festgelegt. Als Referenzzinssatz wird üblicherweise der LIBOR zwei Werktage vor der Inanspruchnahme des vereinbarten Kredits bzw. vor Beginn einer neuen Zinsperiode zugrundegelegt.
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