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Lohnquote

Maß der funktionalen Einkommensverteilung (- Einkommen), prozentualer Anteil der Entgelte für unselbständige Arbeit am Volkseinkommen. Die Aussagekraft der Lohnquote ist begrenzt, da sie keine Aussage über die personale Einkommensverteilung bzw. die tatsächliche ökonomische Situation, z. B. der Arbeitnehmerhaushalte, zulässt, da die Gruppen der Lohnempfänger und der Gewinneinkommensbezieher sehr heterogen sind und zudem ausgeblendet wird, dass Arbeitnehmerhaushalte (Unternehmerhaushalte vice versa) neben dem Lohneinkommen auch Einkommen aus Vermögen beziehen können (Querverteilung). Daneben kann sich die Lohnquote allein durch eine Veränderung der Beschäftigtenstruktur ändern. Zur Verbesserung der (begrenzten) Aussagekraft der Lohnquote in ihrer zeitlichen Entwicklung werden Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur (z. B. Gastarbeiterwanderungen, steigende Erwerbstätigkeit von Frauen, Rückgang der Vollerwerbslandwirte) in der (beschäftigungsstruktur-)bereinigten Lohnquote berücksichtigt; diese geht von einer im Beobachtungszeitraum konstanten Beschäftigungsstruktur aus (vgl. Tabelle S.178).

 

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