| |
|
|
Lome-Abkommen
regeln seit dem 1.April 1975 die Wirtschaftsbeziehungen und die Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Europäischen Union (EU) und der mit ihr assoziierten Entwicklungsländer Afrikas, der Karibik und des pazifischen Raumes l AKP-Staaten), die zu einem Mitglied der EU besondere, aus der kolonialen Vergangenheit stammende langandauernde Beziehungen unterhalten und die die hierdurch bedingten Vorteile nicht durch die europäische Integration verlieren sollen (1997: 70 Staaten). Die paritätisch besetzten Organe der nach dem Ort der Vertragsunterzeichnung benannten vier Lome-Abkommen mit den Laufzeiten 1975 bis 1980,1981 bis 1985, 1985 bis 1990 und 1990 bis 2000 sind der EU-AKP-Ministerrat, der Ausschuß der ständigen Vertreter (Botschafterrat) und die Paritätische Versammlung. Die Lome-Abkommen gewähren den AKP-Staaten freien Zugang für alle gewerblichen und die meisten landwirtschaftlichen Produkte zu den Märkten der EU, die auf reziproke Zugeständnisse der Entwicklungsländer verzichtet. Außerdem unterstützt die EU die AKP-Länder vor allem im Rahmen der technischen Zusammenarbeit, durch Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB) und durch Finanzhilfen des Europäischen Entwicklungsfonds (EEF), unter anderem zur Stabilisierung der Exporterlöse bestimmter agrarischer und mineralischer Rohstoffe (Stabex) und zur Sicherung des Bergbausektors { Sysmin). Besonders begünstigt werden die ärmsten Länder, Länder ohne Zugang zum Meer und Inselstaaten. Die AKP-Länder akzeptieren unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Investitionsbedingungen für Unternehmen aus EU-Ländern. Mit dem vierten Lome-Abkommen wurde ein Strukturanpassungsfonds begründet. Der Ende 1995 unterschriebene Änderungsvertrag für die zweite Hälfte der Laufzeit des vierten Lome-Abkommens sieht Leistungen des Europäischen Entwicklungsfonds von 24,8 Milliarden DEM vor. In diesem Änderungsvertrag ist die Möglichkeit der Aussetzung von Leistungen im Falle von Menschenrechtsverletzungen vorgesehen.
Es wurde 1975 in Lome (Togo) zwischen der ^EG und insgesamt 57 AKP-Staaten (Länder des afrikanischen, Karibischen und pazifischen Raumes) geschlossen. Wichtigste Inhalte sind die Einräumung von Handelsvergünstigungen für die AKP-Staaten seitens der EG, das STABEX-System (Stabilisierung von Exporterlösen), industrielle sowie finanzielle und technische Zusammenarbeit. Das Lome-Abkommen gilt jeweils für 5 Jahre, nach deren Ablauf es erneuert werden muß. Die zweite Sitzung (Lome II) fand 1979 statt.
Diese Seite als Bookmark speichern :
<< vorhergehender Begriff |
|
nächster Begriff >> |
|
|
|
|
|
|
|