Der große Vorteil des Mezzanine Capital besteht darin, daß das Unternehmen seine Eigenkapitalbasis verstärken kann, ohne dafür den Investoren volle Gesellschafterrechte einräumen zu müssen. Dies ist besonders in der aktuellen BASEL-II-Diskussion um die Eigenkapitalunterlegung von Unternehmen und deren Kreditwürdigkeit von Bedeutung, weil die Bilanzstruktur zugunsten des Eigenkapitals verbessert wird. Ganz allgemein wird durch die verschärften Eigenkapitalregeln in den nächsten Jahren ein Vorwärtsschub für Mezzaninekapital erwartet.
Mezzanine Capital stellt also keinen Ersatz für die klassische Fremdfinanzierung dar. Es handelt sich um eine sehr sinnvolle Finanzierungsergänzung für eine Phase des Unternehmens in der eigentlich die Zuführung von Eigenkapital erforderlich ist.
Im nordamerikanischen Wirtschaftsraum ist Mezzanine Capital bereits wesentlich ausgeprägter und die Volumen um ein Vielfaches höher als in Deutschland und Europa. Dort befriedigen spezielle Mezzanine-Fonds mit ihrem eingesammelten Kapital bereits einen beträchtlichen Teil der Unternehmensfinanzierungen. In Deutschland stehen derartige Fonds noch am Anfang, die ersten gibt es jedoch bereits. Bis jetzt bleibt jedoch die Ausgabe von Genussscheinen und sonstigem Genussrechtskapital in Deutschland die beliebteste Form der Mezzanine-Finanzierung.