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Optionspreistheorie
Die Optionspreistheorie beschäftigt sich mit der Bestimmung von Optionswerten. Als bedingte Termingeschäfte beinhalten Optionen für den Optionskäufer (long position) das Recht, eine vertraglich festgelegte Menge eines vereinbarten Basiswertes (underlying, z.B. Aktie, Währung oder Zinstitel) zu einem fixierten Basispreis (exercise price, striking price, strike) innerhalb einer bestimmten Laufzeit (amerikanische Option) oder zu einem festgelegten Zeitpunkt (europäische Option) zu kaufen (call) oder zu verkaufen (put).
Für die Einräumung dieses Rechtes erhält der Verkäufer der Option (Stillhalter, writer einer short position) eine Optionsprämie. Der (theoretisch) faire Wert einer Call-Option auf Aktien (C) lässt sich nach Black/Scholes mit Hilfe der von ihnen entwickelten Optionspreisformel ermitteln als:
Für die Ableitung des Optionswertes gehen Black/Scholes davon aus, dass sich Zahlungen aus Optionen durch entsprechende Kauf- bzw. Verkaufspositionen in Aktien sowie Geldaufnahme bzw. -anlage perfekt duplizieren lassen. Dadurch ist es möglich, aus Optionen, Aktien und Finanztiteln ein risikoloses Portefeuille zu bilden, aus dem sich der Wert der Option unabhängig von der Risikoneigung der Marktteilnehmer und ohne spezielle Annahmen über die erwartete Richtung der künftigen Wertentwicklung des Basistitels ermitteln lässt. Die Optionspreistheorie wird auch für die Bewertung anderer Finanztitel herangezogen. So versucht man beispielsweise im Kreditgeschäft, Risikoprämien mit Hilfe des Optionsansatzes zu kalkulieren.
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