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Plankostenrechnung

spezielle Form der Kostenrechnung, die versucht, die Gesamtkosten einer Unternehmung für eine bestimmte Periode in der Zukunft nach Kostenarten, -stellen und -trägern differenziert zu planen. Die Plankosten ergeben sich aus dem Produkt von geplanten Faktor-mengen und geplanten Faktorpreisen. Das Ziel der Plankostenrechnung besteht in der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der – Kosten.

Die Plankostenrechnung ist die Rechnung mit zukünftigen Mengen (Planmengen) und zukünftigen Preisen (Planpreisen). Sie dient der Ermittlung (Plankosten) und Vorgabe (Vorgabekosten) geplanter Kosten, die eine Kostenkontrolle ermöglichen und Grundlage der innerbetrieblichen Lenkung sind und als Leistungsanreiz dienen sollen.

Die Plankostenrechnung setzt ein gut ausgebautes betriebliches Rechnungswesen und eine Kostenrechnung mit einer Gliederung in Kostenstellen
, Kostenarten und Kostenträger voraus.

Die Einzelkosten sind auf Kostenträger (Produktarten), die Gemeinkosten auf Kostenstellen zu verrechnen.

Die Planung der Gemeinkostenzuschläge aufgrund der Planbezugsgrößen muß die Kostenremanenz beachten. Die Plankostenrechnung ist zugleich eine Prognosekostenrechnung und eine Sollkostenrechnung (Sollkosten).
Die Plankostenrechnung hat sich mittlerweile zu einem integrierten Bestandteil der betrieblichen Planung entwickelt. Gegenüber der Ist- und der Normalkostenrechnung hat sie den Vorteil der Zukunftsbezogenheit.

Die Kostenplanung stellt Budgets für die Kostenstellen auf und ermittelt für jede Kostenstelle die zweckmäßige(n) Bezugsgrößenart und Bezugsgrößenhöhe (Planbezugsgröße), wobei die anderen Teilpläne der betrieblichen Planung zugrunde liegen.

Im Soll-Ist-Vergleich festgestellte Abweichungen werden in der Abweichungsanalyse auf ihre Ursachen (Kostenbestimmungsfaktoren) hin untersucht und nach dem Zuordnungsprinzip der Abweichungen den betroffenen Verantwortungsbereichen (Kostenstellen) zugeordnet. Abweichungen können Grundlage einer Prämierung der Planabweichungen sein, wenn die Verantwortlichkeit für Abweichungen geklärt ist; sie können jedoch auch Anlaß zu einer Planungsüberholung sein. Trotz ihrer rechnerischen Vorteile hat sich die starre Plankostenrechnung nicht bewährt. Sie wurde von den flexiblen Plankostenrechnungen abgelöst, die als Vollkostenrechnungen (einfach-flexible Plankostenrechung, doppelt-flexible Plankostenrechnung, voll-flexible Plankostenrechnung) weit verbreitet sind. Jede Vollkostenrechnung vernachlässigt jedoch das Problem der relevanten Kosten, sodaß die Betriebswirtschaftslehre heute die Einführung der flexiblen Grenzplankostenrechnung fordert (Direct Costing, Deckungsbeitragsrechnung, Fixkostendeckungsrechnung).

Im Gegensatz zur vergangenheitsorientierten Istkostenrechnung ist die Plankostenrechnung (PKR) zukunftsorientiert.

Das Kostenrechnungssystem der Plankostenrechnung bemüht sich, Kostenvorgaben mit Hilfe von Messungen, Berechnungen und Schätzungen festzulegen. Bei gleichzeitiger Verwendung von Planpreisen entsteht so eine neue Kostenart, die Plankosten, bei der Mengen- und Zeitgerüste sowie Wertansätze Plangrößen sind.


Arten der Plankostenrechnung:

In der Praxis kennt man vor allem drei Arten der Plankostenrechnung, nämlich die

1. starre Plankostenrechnung,

2. flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis,

3. flexible Plankostenrechnung auf Teilkostenbasis (auch Grenzplankostenrechnung).


siehe >>> Starre Plankostenrechnung

dient der Ermittlung (Plankosten) und Vorgabe (Vorgabekosten) geplanter Kosten, die eine Kostenkontrolle ermöglichen und Grundlage der innerbetrieblichen Lenkung sind und als Leistungsanreiz dienen sollen. Sie setzt ein gut ausgebautes betriebliches Rechnungswesen und eine Kostenrechnung mit einer Gliederung in Kostenstellen, Kostenarten und Kostenträger voraus. Die Einzelkosten sind auf Kostenträger (Produktarten), die Gemeinkosten auf Kostenstellen zu verrechnen. Die Planung der Gemeinkostenzuschläge aufgrund der Planbezugsgrößen muß die Kostenremanenz beachten. Die Plankostenrechnung ist zugleich eine Prognosekostenrechnung und eine Sollkostenrechnung (Sollkosten). Die Plankostenrechnung hat sich zu einem integrierten Bestandteil der betrieblichen Planung entwickelt (Entwicklung der Plankostenrechnung). Gegenüber der Ist- und der Normalkostenrechnung hat sie den Vorteil der Zukunftsbezogenheit. Die Kostenplanung stellt Budgets für die Kostenstellen auf und ermittelt für jede Kostenstelle die zweckmäßige(n) Bezugsgrößenart(en) und -höhe(n) (Planbezugsgröße), wobei die anderen Teilpläne der betrieblichen Planung zugrunde liegen. Im Soll-Ist-Vergleich festgestellte Abweichungen werden in der Abweichungsanalyse auf ihre Ursachen Kostenbestimmungsfaktoren) hin untersucht und nach dem Zuordnungsprinzip der Abweichungen den betroffenen Verantwortungsbereichen (Kostenstellen) zugeordnet. Abweichungen können Grundlage einer Prämiierung der Planabweichungen sein, wenn die Verantwortlichkeit für Abweichungen geklärt ist; sie können jedoch auch Anlaß zu einer Planungsüberholung sein. Trotz ihrer rechnerischen Vorteile hat sich die starre Plankostenrechnung nicht bewährt. Sie wurde von den flexiblen Plankostenrechnungen abgelöst, die als Vollkostenrechnungen (’ einfach-flexible Plankostenrechung, doppelt-flexible Plankostenrechnung, voll-flexible Plankostenrechnung) weit verbreitet sind. Jede Vollkostenrechnung vernachlässigt jedoch das Problem der relevanten Kosten, so daß die Betriebswirtschaftslehre heute die Einführung der flexiblen Grenzplankostenrechnung fordert (Direct Costing, verbessertes Direct Costing, Deckungsbeitragsrechnung, Fixkostendeckungsrechnung).
Im Gegensatz zur vergangenheitsorientierten Istkostenrechnung ist die
Plankostenrechnung (PKR) zukunftsorientiert.

Das Kostenrechnungssystem PKR bemüht sich, Kostenvorgaben mit
Hilfe von Messungen, Berechnungen und Schätzungen festzulegen.
Bei gleichzeitiger Verwendung von Planpreisen entsteht so eine neue
Kostenart, die Plankosten, bei der Mengen- und Zeitgerüste sowie Wert-
ansätze Plangrößen sind.

Arten:
In der Praxis kennt man vor allem drei Arten der PKR, nämlich die

starre Plankostenrechnung,
flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis,
flexible Plankostenrechnung auf Teilkostenbasis.

Plankostenrechnung
³
ÃÄstarre Plankostenrechnung
³
ÀÄflexible Plankostenrechnung
³
ÃÄauf Vollkostenbasis
ÀÄauf Teilkostenbasis (Grenzplankostenrechnung)

Übers.: Formen der Plankostenrechnung


Die Plankostenrechnung ist eine spezielle Form der Kostenrechnung, bei der die Kosten der Unternehmung für eine Planperiode im voraus geplant werden. Die Plankosten sind das Produkt aus geplanten Faktormengen und geplanten Faktorpreisen. Je nach dem, ob die Plankosten an Beschäftigungsschwankungen angepaßt sind oder nicht, wird in eine flexible und in eine starre Plankostenrechnung unterschieden. Die flexible Plankostenrechnung kann als Vollkostenrechnung oder Teilkostenrechnung durchgeführt werden.

Eine P. ist dadurch gekennzeichnet, daß sie neben einer Nachrechnung auch eine Vorrechnung umfaßt. In letzterer werden die » Kosten und Leistungen einer zukünftigen Abrechnungsperiode geplant. Die zentralen Rechnungsziele von P. bestehen in der Bereitstellung von Kosten- und Leistungsinformationen für die Planung, Steuerung und Kontrolle des Unternehmungsprozesses. Sie sollen beispielsweise Informationen für die Planung des Beschaffungs-, Fertigungs und Absatzprogramms sowie für die Gestaltung der Preispolitik und für kurzfristige Steuerungsmaßnahmen zur Anpassung des Fertigungsprozesses liefern. Durch die Vorgabe von Kosten und Leistungen an Kostenstellen kann eine Steuerung des Unternehmungsprozesses erreicht werden. Über den Vergleich von Plan und Istgrößen läßt sich die Wirtschaftlichkeit in den Kostenstellen kontrollieren. Man kann P. in unterschiedlicher Weise gestalten. Nach dem Umfang der Kostenverrechnung auf Kostenträger kann man sie als Vollkostenrechnungen oder als Teilkostenrechnungen aufbauen. Teilkostenrechnungen können des weiteren auf einer Trennung zwischen variablen und fixen Kosten oder zwischen verschiedenartigen relativen Einzelkosten (vgl. Deckungsbeitragsrechnung) basieren. Das am weitesten entwickelte System einer P. auf Basis von variablen Kosten stellt die Grenzplankostenrechnung dar. In ihr geht man von linearen Kostenverläufen aus. Daher stimmen die variablen Stückkosten mit den Grenzkosten überein. Ihr Kernstück bildet die Planung und Kontrolle der Kosten im Rahmen der Kostenstellenrechnung. Auch das Direct Costing läßt sich als P. gestalten und bildet dann eine Form der P. auf Basis von variablen Kosten. Gemäß dem verfolgten Rechnungsziel und der organisatorischen Ausrichtung kann man P. entweder als Standard oder als Prognosekostenrechnungen durchführen. Standardkostenrechnungen sind am Rechnungsziel der Technizi-tät bzw. mengenmäßigen Wirtschaftlichkeit orientiert und dienen zur innerbetrieblichen Steuerung und Kontrolle. In ihnen werden den Kostenstellen die jeweils kostengünstigsten, mit Verrechnungspreisen bewerteten Güterverbräliche vorgegeben. Demgegenüber sind Prognosekostenrechnungen auf den Unternehmungserfolg ausgerichtet und dienen der Unternehmensführung als Planungsinstrument. Man ermittelt in ihnen die erwarteten Kosten und Leistungen. Mit Prognosekostenrechnungen werden Voraussagen über den künftigen Unternehmungserfolg und die Erfolgswirkungen alternativer Handlungsmöglichkeiten der Unternehmung gemacht. Nach der Berücksichtigung von Kosteneinflußgrößen trennt man des weiteren zwischen starren, flexiblen und vollflexiblen P. Während man in einer starren P. die Istkosten unmittelbar mit den geplanten Kosten vergleicht, berücksichtigt man in flexiblen P. den Einfluß von Änderungen des Beschäftigungsgrades. Man berechnet nach Ablauf der Periode die geplanten Kosten der Istbeschäftigung, die Sollkosten, und stellt diese den Istkosten gegenüber. Eine vollflexible P. berücksichtigt darüber hinaus den Einfluß zusätzlicher Bestimmungsgrößen (z. B. der Auftragszusammensetzung) auf die Sollkosten.
Grundlagen der Kostenplanung sind Kenntnisse über die Beziehungen zwischen den Kosten und ihren wichtigsten Einflußgrößen. Die Kostenplanung wird für die meisten Kostenarten kostenstellenweise vorgenommen. Als wichtigste Bestimmungsgröße wird die Beschäftigung angesehen. Für die Kostenstellen kann die Abhängigkeit der Kostenarten vom Beschäftigungsgrad anhand vergangener Daten z. B. mit Hilfe von Streupunktdiagrammen und Trendberechnungen bestimmt werden. Ferner kann man u. a. verslichen, die zur Planung erforderlichen Kostenfunktionen durch spezielle Kostenanalysen sowie über eine Kostenschätzung durch Fachleute herauszufinden. Als Instrument der Kostenplanung verwendet man insbesondere Kostenstellenblätter oder Kostenstellenpläne. Sie enthalten die in einer Kostenstelle anfallenden Kostenarten, den Maßstab, in dem deren Mengenverbrauch gemessen wird, die Planverbrauchsmengen, die Planpreise der Kostenarten und die Plankosten. Bei der Kostenplanung muß ein bestimmter Beschäftigungsgrad als Planbeschäftigung vorgegeben werden. Man setzt ihn in Standardkostenrechnungen als Optimal oder Normalbeschäftigung, in Prognosekostenrechnungen als erwartete Beschäftigung ein. Die Beschäftigungsplanung kann ferner als Kapazitäts oder als Engpaßplanung vorgenommen werden. Im ersten Fall wird die Planbeschäftigung aus der Kapazität jeder Stelle abgeleitet. Dagegen wird bei Engpaßplanung allen Stellen die geplante Fertigungs und Absatzmenge als Planbeschäftigung vorgegeben. Die Plankosten werden für alle Kostenarten einer Kostenstelle addiert und durch die Ausprägung der Planbeschäftigung dividiert. Auf diese Weise gelangt man im Kostenstellenplan zum Plankostenverrechnungssatz. Er umfaßt in Systemen der Vollkostenrechnung die vollen Kosten, die auf eine Beschäftigungseinheit entfallen, in Teilkostenrechnungen in der Regel die variablen Kosten. In flexiblen P. muß für jede Kostenart die Anpassung der Plankosten an den Beschäftigungsgrad gekennzeichnet werden. Das ist möglich durch Variatoren, welche die prozentuale Änderung der Plankosten bei einer zehnprozentigen Beschäftigungsänderung auf Basis der Planbeschäftigung angeben. Ferner kann sie durch eine mehrstufige Vorgabe von Plankosten für unterschiedliche Beschäftigungsgrade oder durch einen getrennten Ausweis fixer und variabler Kosten charakterisiert werden. Die Struktur der Kostenplanung ist in der Grenzplankostenrechnung besonders weit entwickelt. Man legt in ihr ein System unterschiedlicher Bezugsgrößen (z. B. Fertigungs-, Maschinen-, Rüstzeiten, Stromverbrauchsmengen, Anzahl von Bearbeitungen u. a.) zugrund e und berücksichtigt auch den Fall, daß in einer Kostenstelle mehrere Bezugsgrößen als Kosteneinflußgrößen wirksam sind. Die f und ierte Planung der Kosten liefert eine gute Grundlage für die Kontrolle der Wirtschaftlichkeit, die in P. ebenfalls kostenstellenweise durchgeführt wird. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Analyse der Kostenabweichungen.
Für die Kalkulation und die kurzfristige Erfolgsrechnung (Erfolgsrechnung, kurzfristige) sind in P. dieselben Verfahren wie in Istkostenrechnungen einsetzbar. Durch die Gegenüberstellung von geplanten und realisierten Kosten lassen sich zusätzliche Informationen zur Kontrolle der Stückkosten und der Erfolge gewinnen.

 

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