Wirtschaftslexikon
  Wirtschaftslexikon A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
             
 

 

 

Planungsprozeß

Der Planungsprozeß besteht aus dem Analysieren, Bewerten, Vergleichen, Entscheiden und Durchsetzen. Danach geht die Planung in die Organisation über. Zu jeder Planung gehört notwendigerweise eine Kontrolle bzw. Überwachung.

Planung ist kein punktueller Akt, sondern im Zeitablauf zu betrachten. Darin eingebettet fallen teilweise sehr verschiedene Aktivitäten an. Einige Grund typen davon lassen sich zu Phasen zusammenfassen. So unterteilt Wild den Planungsprozeß in die Phasen: Zielbildung, Problemanalyse, Alternativensliche, Prognose, Bewertung, Entscheidung, Durchsetzung, Realisation, Kontrolle, Abweichungsanalyse. Szyperski und Wi-nand grenzen lediglich fünf Phasen ab: Problemformulierung, informa-tionelle F und ierung des Planungsprozesses, Generierung von Planalternativen, Bewertung der Planalternativen, Auswahl von Planalternativen. Solche Schemata können und sollen weder zeitliche Schrittfolgen der Planung nachweisen noch hinreichend genau real mögliche Aktivitätstypen im Planungsgeschehen beschreiben. Je allgemeiner ein Phasenschema konstruiert ist, umso unterschiedlichere Planungsprozesse bildet es in ein und derselben Version ab es reicht dann an die Form jedweder Problemlösungsprozesse heran. Die folgende Struktur eines Planungsprozesses hat vieles mit komplexen Problemlösungsprozess
en gemein.
Ausgangspunkt des Planungsprozesses ist nach dieser Konzeption die Definition des Planungsproblems. Sie gibt den Rahmen für die daran anschließende Analyse ab, in der die Anforderungen an die Lösung beschrieben (Pfeil 2) und Planalternativen generiert werden (Pfeil 1). Bei schlecht strukturierten Planungsproblemen ist zu erwarten, daß im ersten Analyseschritt noch keine brauchbaren Lösungen aufkommen, sondern lediglich Hypothesen entwickelt bzw. modifiziert werden. Die relevanten Variablen müssen erst in einem Entwurfsprozeß generiert werden. Vorliegende Ergebnisse der Analyse unterstützen (Pfeil 3). Beim Entwurf soll darüber hinaus eine Lösung zwischen den Anforderungen und deren Relevanz für die Ziele gef und en werden. Die einzelnen Ideen und Elemente werden formal zu einer Lösung kombiniert (Synthese): Pfeil4. Ihre materielle Beurteilung wird vorbereitet (Pfeil 5) und gegen Lösungskriterien getestet (Pfeil 6). Verläuft der Test positiv, ist die ursprünglich offene Beschränkung geschlossen; ein Planungsoutput kann produziert werden. Das Plandokument beschreibt die Lösung des Planungsproblems (Pfeil 11). Entspricht die Lösung nicht den definierten Rahmenbedingungen, wäre eine neue Stufe der Planung einzuleiten.

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Planungsperiode
Planungsprozess

 

 
     
           
Weitere Begriffe : Arbeitnehmerhilfe Konossement Familienfertigung
Wirtschaftslexikon. | Copyright © 2005-2008 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net | Impressum