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Polypol
Marktform, bei der vielen Anbietern viele Nachfrager gegenüberstehen. In dieser Marktform soll intensiver Wettbewerb herrschen, es existieren keine Machtpositionen.
Polypol (wörtlich: Verkauf durch Viele) ist eine Marktform mit vielen Anbietern (Polypolisten).
Ein Polypol liegt vor, wenn die Anzahl der Marktteilnehmer groß und ihr Anteil am Markt entsprechend gering ist, so daß der einzelne Marktteilnehmer keinen Einfluß auf das Marktgeschehen hat. Insoweit folgt "polypolistisches Verhalten" aus der vorhandenen Marktstruktur.
Siehe Marktformen
Gegensatz: Monopol.
Im Rahmen des morphologischen Marktformenschemas ist das P. durch viele Nachfrager und Anbieter gekennzeichnet.
2. Von polypolistischem Verhalten wird nach R. Frisch und E. Schneider gesprochen, wenn ein Anbieter damit rechnet, daß sein Absatz von den (preislichen) Maßnahmen der übrigen Unternehmen abhängt, er aber nicht mit Rückwirkungen der Konkurrenten als Folge seiner (preislichen) Maßnahmen rechnet. Das Polypol setzt einen unvollkommenen Markt voraus, bei einem vollkommenen Markt spricht man von atomi-stischer Konkurrenz. Im P. werden die Produkte als heterogen, also nach der Ansicht der Nachfrager als unterschiedlich empf und en, d. h. es werden Präferenzen gebildet. Dies erlaubt in bestimmten Grenzen (reaktionsfreier Bereich) eine eigene Preispolitik der Anbieter.
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