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Präferenzordnung

ordinale Rangfolge subjektiv bewerteter Güter oder Versorgungssubstitutionen (Substitution) oder Präferenzen eines Wirtschaftssubjekts. Ordinal bedeutet, dass das Individuum nur nach den Kriterien »besser«, »schlechter« oder »gleich gut« unterscheiden kann. Herr A. kann sagen, dass ihm Bordeaux-Weine besser als Burgunder schmecken, nicht aber, dass ihm Bordeaux z. B. 1,75-mal (dies wäre eine kardinale Nutzeneinschätzung) besser als Burgunder schmeckt.

Die Präferenzordnung ist eine Ordnung individueller oder kollektiver Bedürfnisse von Organisationsteilnehmern nach dem Kriterium der Dringlichkeit ihrer Befriedigung. Ein Modell der hierarchischen Bedürfnisstruktur ist die von Maslow beschriebene Bedürfnispyramide. Danach werden erst die Bedürfnisse auf der ersten Stufe (physiologische Bedürfnisse), der untersten Stufe, befriedigt, ehe die Bedürfnisse der zweiten Stufe (Sicherheitsbedürfnisse) realisiert werden. Danach werden die Bedürfnisse der dritten Stufe (soziale Bedürfnisse) verwirklicht. Danach werden die Bedürfnisse auf der vierten Stufe (Wertschätzungsbedürfnisse) befriedigt. Und erst danach werden die Bedürfnisse auf der fünften Stufe (Selbstverwirklichungsbedürfnisse), der obersten Stufe, dominant.

Motivationstheorie


In der Wirtschaftssoziologie: auch: Präferenzsystem, Ordnung einer Menge von Objekten durch eine Präferenzrelation, nach der ein Individuum die Objekte einstuft. Besitzt die Präferenzrelation die Eigenschaften der Reflexivität, Antisymmetrie und Transitivität (Relation), dann spricht man von einer schwachen Ordnung. Liegen Asymmetrie und Transitivität vor, dann ergibt sich eine starke Ordnung. Lassen sich nicht alle Objekte in eine Ordnung zueinander bringen, dann liegt eine partielle Ordnung, im anderen Falle eine totale oder vollständige Ordnung vor. Die Untersuchung von P.en spielt eine grosse Rolle in den psychologischen, ökonomischen und auch soziologischen Theorien der Wahlhandlungen und Entscheidungen. Insbesondere existiert eine umfängliche Literatur über das Problem, unter welchen Bedingungen es möglich ist, aus individuellen P.en eine kollektive Präferenzordnung zu aggregieren. In der empirischen Untersuchung von P.en hat sich herausgestellt, dass diese häufig nicht konsistent sind, sondern zirkuläre Triaden aufweisen.

 

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