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Preispolitik
Analyse, Planung, Durchführung und Bewertung von Aktivitäten in bezug auf die Preisinstrumente als Bestandteil der Marketingpolitik.
das Festsetzen von Verkaufspreisen für die Produkte des Betriebs. Als absatzpolitische Maßnahme muß die Preispolitik stets in Zusammenhang mit den gewährten Rabatten, Skonti, Provisionen und den Preisen anderer eigener Produkte gesehen werden (Preisinterdependenz). Preispolitik kann nur in unvollkommenen Märkten betrieben werden, da im vollkommenen Markt der Preis festliegt. Die Wahl einer bestimmten Preispolitik ist von den Zielen des Betriebes abhängig Zielsystem. Die Entscheidung für eine bestimmte Preispolitik wird im Preisbildungsprozeß getroffen. Preisplanung ist die betriebliche Planung der zukünftigen Preise. Sie verlangt sowohl Prognose der Entwicklung des Marktpreises und anderer Daten der Umwelt als auch eine betriebliche Planung der Aktionsparameter. Richtet sich der betriebliche Preisbildungsprozeß nicht nach dem Markt, sondern nach den eigenen Kosten aus, so ist eine Prognose der Entwicklung der Planbezugsgrößen besonders wichtig.
1. Politik des festen Preises: Viele Unternehmen sind der Ansicht, daß Preisänderungen nicht nur Kosten verursachen (Kataloge und Werbung ändern), sondern auch in jedem Falle die Kunden verärgern. Sie setzen deshalb einen Festpreis, der über längere Zeit fest bleiben kann, und nehmen dabei bewußt in Kauf, daß sie möglicherweise momentan teurer sind als die Konkurrenz (Preispolitik bei Markenartikeln).
2. Preispolitik bei neuen Produkten.
3. Preispolitik bei Einzelfertigung.
4. Preisuntergrenze.
5. Innerbetriebliche Preispolitik: Da bei pretialer Betriebslenkung die Verrechnungspreise zentral festgelegt werden, kann man von einer innerbetrieblichen Preispolitik sprechen.
Die Preispolitik ist ein Teil der Absatzpolitik beziehungsweise des absatzpolitischen Instrumentariums einer Unternehmung. Die Marktforschung zeigt die Möglichkeiten der Preispolitik, insbesondere der Preisdifferenzierung, auf. Die Vielzahl von Marktsituationen, die zwischen den beiden Grenzfällen des vollkommenen Monopols und der vollständigen Konkurrenz liegen, erlaubt eine entsprechende aktive betriebliche Preispolitik. Die Preispolitik wird oft mit der Konditionenpolitik zur Entgeltpolitik im Sinne des absatzpolitischen und beschaffungspolitischen Instrumentariums zusammengefaßt.
Preis< (Absatzpreis) bezeichnet das vom Verkäufer beanspruchte Geldäquivalent der erbrachten Leistung (Produkt, Service). »Preispolitik ist die Gesamtheit der Preisentscheidungen eines Unternehmens und bildet gemeinsam mit der Konditionenpolitik (Rabatte, Absatzkredite, Skonti etc.) den Bereich der Kontrahierungspolitik. Typologien der Preispolitik werden vor allem aus der Unterscheidung der Marktformen (monopolistische, oligopolistische, poly-polistische Preispolitik) sowie aus der Zuordnung zu den Phasen der Unternehmensplanung (strategische, operative Preispolitik) gewonnen. Gegenstand der strategischen Preispolitik ist die preispolitische Konzeption, insbesondere die Preislage (ggf. einschließlich Änderungsraten in der Zeit zwecks Abschöpfung und Marktdurchdringung) sowie der preispolitische Spielraum. Die Preispolitik der operativen Planung paßt sich innerhalb des durch die Preiskonzeption gesetzten Spielraumes den Nachfrage und Konkurrenzentwicklungen des Planjahres etwa durch saisonale und regionale Preisdifferenzierung, Sonderpreisaktionen, Angebotspreise für Zusatzaufträge an. Die Theorie der Preispolitik bietet in systematischer Form Lösungsansätze für einzelne Marktformen, für Einzelprodukte und Einpassungen in Sortimente sowie für die Fälle sicherer und unsicherer Nachfrage an. Darüberhinaus liegen zahlreiche Spezialanalysen zur Preisstellung für Neuprodukte, zur Preissetzung für Marktführer und Mitläufer, zur Preisempfehlung des Herstellers für folgende Handelsstufen, zur Taktik bei Preisverhandlungen, zur Bemessung von Submissionspreisen etc. vor. Modelle der Preispolitik setzen Kenntnisse der Nachfragereaktionen auf unterschiedliche Preise (Preisabsatzfunktion) voraus. Die Erarbeitung der Informationsgrundlagen u. a. auf verhaltenstheoretischer Basis (Preisimage von Produkten, Preise als Qualitätsindikatoren etc.) steht erstam Anfang. Der erfolgreiche Beginnläßt aber hoffen, daß so den preispolitischen Modellen die Akzeptanz inder Marketing-Praxis eröffnet wird, die ihnen bislang zumeist versagtworden ist.
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