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Produktionswirtschaftliche Betriebssysteme
Die Zielsetzung jedes P. ist die wirtschaftliche Erstellung einer Transformationsleitung, d. h. einer zeitlichen (Lagerung), räumlichen (Transport) und elementaren (materiellen) Veränderung an Wirtschaftsgütern. Dies erfordert eine optimale Kombination aller Produktionsfaktoren zu einem funktionsfähigen System, das die Brücke zwischen Input und Output herstellt. Die Gestaltung eines solchen Systems wird von der Aufgabe bestimmt und ist von technischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und humanen/sozialen Bedingungen abhängig. In der Regel stehen Alternativlösungen für die Gestaltung eines P. zur Verfügung. Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines P. sind:
1. freie oder gebundene Produktion (Baustelle, Bergwerk);
2. Bestell oder Marktproduktion;
3. Ein oder Mehrprodukterzeugung (parallele, alternative, Verbund oder Kuppelproduktion); 4. kontinuierlich e oder diskontinuierliche Produktion;
5. einstufige oder mehrstufige Produktion; 6. Lagerfähigkeit der Erzeugnisse etc. Im Rahmen dieser Nebenbedingungen ist die Wahl des P. von zwei Prinzipien abhängig, nämlich (a) dem technischen Arbeitsablauf (Erzeugnis-, Objekt oder Prozeßfolgeprinzip) und (b) den Ähnlichkeiten der Verrichtungen (Verrichtungsprinzip). Bei Einzel und Kleinserienfertigung dominiert das Verrichtungsprinzip, während bei Großserien, Sorten und Massenfertigung das Erzeugnisprinzip wegen der Wirtschaftlichkeit hochgradiger Spezialisierung überwiegt. Das wird am deutlichsten bei der Fließfertigung, die eine enge Verkettung von Arbeitsgängen und Betriebsmitteln durch zwischengeschaltete Förder Anlagen erfordert und ihre reinste Ausprägung bei voller » Automation erreicht. Solche P. erfordern detaillierte Programmierung (Vorgabe von Normen, Standards und Regeln).
Wegen des uneinheitlichen Entwicklungsstandes der Fertigungstechnikverschiedener Erzeugnisteile und denSchwierigkeiten der Kapazitätsabstimmung herrschen in der PraxisMischformen vor. wird auf genaueAustaktung (Taktzeit) verzichtet, so spricht man von Reihenfertigung(mit Pufferlagern), die einen höherenGrad zeitlicher Flexibilität erlauben. Überwiegt in der Gestaltung einzelner Betriebsteile das Verrichtungsprinzip, so wird von Werkstättenfertigung gesprochen, die u. a. auch denEinsatz von universellen Betriebsmitteln gestattet. Alle P. werfen ihneneigene Planungs- und Leitungsprobleme auf, weil entweder die Systemteile durch vorhergehende Planung oder durch laufende Eingriffe im Bedarfsfall zu koordinieren sind. RealeP. unterÜegen in der Praxis laufendder Anpassung an veränderte Technologie, Markt und Betriebsbedürfnisse.
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