In der Berufsausbildung und Berufspädagogik wird zunehmend der Begriff Bildung durch die Begriffe Kompetenz oder Qualifikation abgelöst. Während der Bildungsbegriff hauptsächlich mit Wissenserwerb gleichgesetzt wird, bedarf es in der heutigen dynamischen und komplexen Umwelt über das Wissen hinaus bestimmter Fähigkeiten, Sachverhalte kritisch zu überdenken und über die Sachkenntnis hinaus eigenständiges Denken, Urteils- und Verantwortungsfähigkeit auszubilden, sowie über die Sachkenntnis hinaus ein Urteilsvermögen und eine Einsicht für Entscheidungen zu prägen. Ein Gebildeter kann so beispielsweise eine sachgerechte Entscheidung treffen, die aber nicht qualifiziert sein muss. Da in der heutigen Zeit Wissen zunehmend veraltet (Halbwertszeitgedanke), wurde unter dem Stichwort „Schlüsselqualifikationen“ eine neue Triade von Kompetenzen zusammengefasst. Dabei handelt es sich um die Begriffe Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz. Unter Fachkompetenz wird die klassische Bildung, das Wissen über theoretische Sachverhalte verstanden. Sozialkompetenz ist die Fähigkeit zur Kommunikation und gruppendynamischen Prozessen. Methodenkompetenz ist die Fähigkeit der Anwendung von Modellen oder auch Managementtechniken zur Entscheidungsfindung.