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Scoring-Modelle

Scoring-Modelle oder Punktbewertungsmodelle sind systematische Verfahren zum Vergleich und zur Bewertung von Produktideen, Produkten, Lieferanten, Projekten oder ähnliches. Alle entscheidungsrelevanten Kriterien werden dabei aufgelistet und gewichtet, die jeweiligen Ausprägungen der Merkmale werden mit Hilfe von Punktzahlen beurteilt. Mit Scoring-Modellen versucht man, qualitative Faktoren und subjektive Erwartungen zu quantifizieren und vergleichbar zu machen. Am Beispiel einer Produktbewertung (s. Tabelle S. 998) soll das Grundsätzliche Vorgehen bei der Anwendung der Modelle veranschaulicht werden:
(1) Zusammenstellung der Einflußgrößen bzw. Bewertungskriterien und der zu beurteilenden Produkte.
Jedem Produkt wird hinsichtlich jedes Einflußfaktors eine Punktzahl aus der vorgegebenen Skala zugeordnet.
Gewichtung der Einflußfaktoren und Multiplikation der Punktzahlen mit den Gewichtungsfaktoren. Die Einflußfaktor
en können auch aufgrund ihrer Bedeutung für die Zielerreichung relativiert werden, so daß z. B. ihre Summe den Wert 1 ergibt.
Addition der Faktorwerte zu einem Gesamtwert (Scoring-Index) für jedes Produkt.
In diesem Beispiel würde Produkt A vorgezogen werden. Problematisch bei diesen Modellen sind die subjektiven Elemente und die Festlegung der Gewichte für die Merkmalsfaktoren. Ist man sich dieser Gefahren bewußt, so können diese Modelle bei komplexen Entscheidungsproblemen eine relativ gute Hilfe bieten.

 

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