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Simulationsmodelle

Siehe auch: Simulation, Modell

[s.a. Marketing-Modelle] Simulation kann umfassend als adäquate Nachahmung der Realität definiert werden. Es werden Experimente mit Hilfe von Modellen durchgeführt an Stelle von Experimenten mit in der Empirie anzutreffenden Versuchseinheiten. Einengend umfasst Simulation die Konstruktion, den Ablauf und die Auswertung nummerischer Modelle. Für das Marketing sind folgende Formen der Simulation relevant:

- kombinatorische Simulation und Stichprobensimulation

- deterministische und stochastische Simulation

- synthetische und analytische Simulation.

Eine kombinatorische Simulation liegt vor, wenn alle möglichen Verknüpfungen der exogenen Variablen des Modells systematisch durchgespielt werden. Bei der Stichprobensimulation hingegen wird aus der Gesamtheit der Verknüpfungen eine begrenzte Anzahl ausgewählt.

Bei deterministischer Simulation sind die Daten des Prozesses eindeutig festgelegt, während in stochastischen Simulation
en mindestens ein Teil der Daten Wahrscheinlichkeitsverteilungen unterliegt.

In synthetischen Simulationen wird das durch Interaktion von mehreren genau bekannten Elementen bedingte Verhalten eines Systems untersucht. Ist hingegen das Verhalten des realen Systems bekannt und wird ein Simulationsmodell konstruiert, das sich wie dieses System verhalten soll, so spricht man von analytischer Simulation.

Marketing-Simulationsmodelle werden u.a. in folgenden Bereichen eingesetzt:

- Logistik: Bestimmung der optimalen Anzahl der Läger und ihrer optimalen Standorte, Bestimmung der optimalen Kundenzuteilung

- Werbung: Bestimmung optimaler Mediapläne auf der Grundlage individueller Media-Kontaktwahrscheinlichkeiten

- Kaufprozesse: Ableitung von Kaufwahrscheinlichkeiten bei verändertem Einsatz des absatzpolitischen Instrumentariums.

In so genannten Testmarktsimulationen werden der zu erwartende Marktanteil prognostiziert sowie weitere diagnostische Informationen auf der Basis von Daten, die in einem Teststudio erhoben werden, gewonnen (vgl. Erichson, 1981, S. 202ff.).

 

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