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Strukturpolitik
will sektoral die Entwicklung und die Anteile einzelner Industrien an den gesamtwirtschaftlichen Größen beeinflussen. Dabei sollen strukturkonservierende Maßnahmen vermieden und strukturfördernde Politiken verstärkt eingesetzt werden. Die Strukturpolitik bedient sich hierzu fast ausschließlich investitionsfördernder Maßnahmen. Regionalpolitik, Strukturberichterstattung
Die Strukturpolitik ist neben der Ordnungspolitik und der Ablaufpolitik die dritte Komponente staatlicher Wirtschaftspolitik. Dabei geht es insbesondere darum, einen Strukturwandel im Sinne von dauerhaften Veränderungen des wirtschaftlichen Gefüges (Teilaggregate wie Branchen und Regionen) einer Volkswirtschaft auszulösen, zu verstärken, abzuschwächen oder zu verhindern. Der Strukturwandel ist eine im Allgemeinen unvermeidliche Begleiterscheinung des ökonomischen Entwicklungsprozesses, des Wirtschaftswachstums, technologischer Prozesse, aber auch die Folge von Verträgen auf internationaler Ebene, die Anpassungszwänge im Inland hervorrufen (Zollabbau führt zu verringerter Protektion, die bisher geschützten Wirtschaftszweige müssen sich auf intensiveren Wettbewerb mit ausländischen Anbietern einstellen; die Wiedervereinigung Deutschlands hat es notwendig gemacht, die neuen Bundesländer in ihrer regionalen Entwicklung zu fördern; die Entwicklung neuer Technologien bewirkt weltweit Anpassungszwänge etc.). Sofern im Zuge dieser Prozesse ökonomische und soziale Probleme entstehen, die durch die Marktsteuerung nicht beseitigt werden, wird staatliches Handeln als notwendig angesehen.
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