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Switchgeschäfte

entstehen i. d. R. dadurch, daß Finanztransaktionen, die meist aus Warengeschäften resultieren, über Drittländer unter Einschaltung von hierauf spezialisierten Handelshäusern (Switchhändler), abgewickelt werden.
Switchgeschäfte dienen der Umleitung von Finanztransaktionen und sind aus diesem Grund keine originären Kompensationsgeschäfte. Sie werden dadurch erforderlich, daß für die Abwicklung eines normalen Handelsgeschäfts plötzlich keine Devisen vorhanden sind. Switchhändler erwerben unter Einhaltung der entsprechenden Gesetze und Verordnungen und ausgestattet mit Genehmigung durch die Behörden des Liefer- und/oder Empfängerlandes das Recht, Finanztransaktionen abzuwickeln. Der Switchhändler kann somit Zahlungen leisten und erhalten. Den Ausgleich erreichen die Switchhändler dadurch, daß sie bestehende zweiseitige Handelsungleichgewichte (Überschuß oder Defizit) zwischen zwei Ländern ankaufen und an einen Dritten (Staat oder Unternehmen), der ein gegenläufiges Handelsungleichgewicht (Defizit oder Überschuß) mit einem der Partner zum Ausgleich sucht, gegen harte (konvertible) Währung verkaufen. I. d. R. ist dies bei den inkonvertiblen Valuten
nur möglich, wenn die Käufer von Switch-Valuten einen entsprechenden Abschlag erhalten. Das Disagio bewegt sich zwischen 10% und 40 %.
Derartige Clearingverfahren werden auch als Finanzswitch bezeichnet. Dem stehen Warenswitchgeschäfte gegenüber, die ohne die Abwicklung von Finanztransaktionen vollzogen werden. Bei ihnen kann es sich um Barter- oder Kompensationsgeschäfte handeln. Finanzswitchgeschäfte werden daher als originäre Switchgeschäfte bezeichnet, während es sich bei Warenswitchgeschäften um derivative Switchgeschäfte handelt.

(englisch: to switch = umleiten). Bezeichnung für die Abwicklung von Warengeschäften zwischen zwei Ländern mit nicht konvertierbarer Währung (Konvertibilität); dabei wird die Zahlung über ein drittes Land abgewickelt, dessen Währung zu der Währung der beiden beteiligten Länder konvertierbar ist. Die Bedeutung von Switchgeschäften hat in dem Maße abgenommen, wie die Konvertibilität der Währungen in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg zunahm (bedingt durch Abkommen zum Internationalen Währungsfonds und zum GATT).

 

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